CONTEXT Bericht: Ist 3D-Druck rückläufig?

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Laut dem Londoner Unternehmen CONEXT sind die Zahlen der verkauften 3D Drucker das erste Mal rückläufig. CONTEXT’s Fokus liegt auf Industriedrucker, nimmt aber auch die Drucker für den Heimbedarf mit in den Bericht. Die großen 3D Drucker Firmen haben den Abwärtstrend noch nicht bemerkt.

„Dieser kurzfristige Abschwung wird eher eine Anomalie als ein Trend sein: Anbieter wie 3D Systems konzentrieren sich wieder auf diese Klasse von Druckern“, sagt Connery, Global Analysis bei CONTEXT.

Prognose Industriedrucker für 2018

Industriedrucker übernehmen 81% der weltweiten Umsätze im 3D Druck Segment und haben einen Zuwachs von 14% im Vergleich zum Vorjahr. CONTEXT prophezeit ein Wachstum von 21% für das laufende Jahr. Für den Trendbericht wurden nur die wirklich zugesendeten Geräte gezählt, nicht die bestellten oder verkauften Drucker.

Die additive Fertigung mit metallverarbeitende Verfahren steigt von 2016 auf 2017 um 80% an. Für Metalldrucker werden häufig Second-hand Maschinen verwendet, was eine Prognose für das kommende Jahr erschwert, aber es hat ein großes Potenzial in den nächsten Zeit stark anzusteigen.

Drucker für den Heimbedarf

Im Heimbedarf bis 2500 Dollar ist ein Abwärtstrend zu sehen, es wurden 3% weniger Maschinen im Vergleich zum Vorjahr verkauft.

„Ein richtiger Verbrauchermarkt würde einen Drucker pro Haushalt bedeuten. Der Markt des Hobbyisten ist auch ein Verbrauchermarkt aber der Heimwerker möchte an dem Gerät arbeiten und möchte kein Gerät welches nur eingesteckt wird und arbeitet. Ein richtiger Markt hat ein viel größeres Volumen, nicht nur zehn oder hunderttausende Geräte, sondern Millionen. „

Die Druckerhersteller waren etwas überrascht von dem CONTEXT Bericht, so meinte Vinson Chien, Leiter von XYZPrinting, dass das Wachstum geringer als im Vorjahr ist, aber immer noch stabil ansteigt. XYZPrinting vergrößert ihr Portfolio durch eigenes Filament um ihren Marktanteil weiter zu steigern, der Da Vinci Jr ist derzeit der meist verkaufte Drucker auf Amazon. Auch die US Amerikanischen Hersteller merken nichts vom Trend, der LulzBot 3D Drucker wurde sogar mehr verkauft als im vorherigen Jahr.

Der Anstieg von Drucken bei Druckdienstleistern wie Thingiverse und MyMiniFactory unterstützen die Prognose von CONTEXT. Bei diesen Firmen ist der Datenverbrauch teilweise um 80% gestiegen.

3D-Drucker kommen immer mehr in den allgemeinen Markt und sind nicht mehr ein reines Nischen Produkt. Aldi hat bereits Drucker verkauft und Amazon hat Filament als Standartprodukt gelistet. Die Auswahl von Druckern unter 2500 Dollar steigt immer weiter an und die Preise fallen immer weiter. So bezahlte man 2013 noch 2000 Dollar für einen UP+2 Drucker, heute kostet ein vergleichbarer Drucker nur noch 200 Dollar.

Es gibt eine Umverteilung des Markts, so sind viele der verkauften Drucker Kits von chinesischen Herstellern und kein fertiger Drucker von amerikanischen oder europäischen Herstellern.

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