Sculpteo veröffentlicht „State of 3D Printing“ Bericht für 2018

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Das 3D-Druck-Unternehmen Sculpteo hat die vierte Ausgabe seiner „State of 3D Printing“ Studie veröffentlicht, in deren Rahmen über 1000 Teilnehmer aus  verschiedenen Branchen – darunter Industrie- und Konsumgüter, Raum- und Luftfahrt sowie Gesundheitswesen – befragt wurden. 

Die aktuelle Studie zeigt, dass 3D-Druck eine zuverlässige Fertigungsmethode für viele professionelle Anwender geworden ist. Rund 70% der Befragten gaben an ihre Ausgaben für 3D-Druck in 2018 zu erhöhen, während es im vergangenen Jahr noch 49% waren. 38% planen 2018 Ausgaben zwischen $1001 und $ 10.000 für die Technologie, was einem Zuwachs von 11% entspricht gegenüber 2017.

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Wettbewerbsvorteil

Für viele Unternehmen ist die Additive Fertigung zu einem verlässlichen und gebräuchlichen Produktions- oder Prototypingverfahren geworden. 93% der Unternehmen sehen einen Wettbewerbsvorteil darin und 74% gaben an, das Verfahren werde auch von den Mitbewerbern eingesetzt.

In 2018 wird die Additive Fertigung auch verstärkt in die Aktivitäten von Unternehmen eingebunden, vorwiegend bei Forschung und Entwicklung sowie Design und Produktion. Neben den Vorteilen wie Kosteneinsparungen und kürzere Durchlaufzeiten verwenden 48% der Befragten die Technologie um komplexe Geometrien realisieren zu können.

Metall am Vormarsch

Nutzten 2017 lediglich 22% 3D-Druck in der Produktion, sind es dieses Jahr mit 43% nahezu doppelt so viele Unternehmen. Dies führt auf auf den Einsatz von Metall als 3D-Druckmaterial zurück, der von 28% auf 36% gestiegen ist. Dabei wird vorwiegend das Laserschmelzverfahren eingesetzt.

In-House 3D-Druck & Know-How

Immer mehr Unternehmen verfügen nun auch über eigene Geräte im Unternehmen. 2017 gaben noch 53% an keinen 3D-Drucker zu besitzen, 28% besaßen ein oder zwei Geräte. Diese Zahl ist um 22% angestiegen.

Mit dem Kauf eigener Geräte steigt auch die Notwendigkeit für technisches Know-How. Waren es vergangenes Jahr nur 20%, sehen sich 2018 bereits rund die Hälfte der Befragten als Experten auf dem Gebiet der Additiven Fertigung.

Vorteile

Ein Vorteil des 3D-Drucks sticht unter allen klar hervor: die Produktentwicklung beschleunigen. Rund 39% sehen dies als Vorteil auf einem Markt auf dem der Wettbewerb nicht schläft. Zudem möchten Unternehmen personalisierte Produkte und limitierte Serien anbieten (25%) und die Flexibilität in der Produktion erhöhen (19%).

Was Unternehmen allerdings bislang an der Ausschöpfung des vollen Potenzials der Technologie hinderte ist die Expertise und Ausbildung auf dem Gebiet.

Auf lange Sicht müsse man drei Hauptbeweggründe unterscheiden: Produkt- und Servicequalität (30%), Innovationsgeschwindigkeit (39%) und Produkt-/Service-Auwahl sowie Individualisierung (21%). Der 3D-Druck ist auf diese drei Optionen ausgerichtet. Im Vergleich zum letzten Jahr konzentrieren sich weit mehr Unternehmen auf schnellere Innovation, als auf das Angebot eines breiteren Produktportfolios. Hinsichtlich der Verfahren selbst sind die Leistungfähigkeiten der 3D-Drucker (68%) sowie verfügbare Materialien und deren Kosten (66%) die bedeutendsten Faktoren, was für Innovation der Technologien und Materialien spricht.

Der Bericht „State of 3D Printing 2018“ von Sculpteo kann hier kostenlos abgerufen werden.

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