US-Verbot für 3D gedruckte Feuerwaffen?

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Dass man funktionsfähige Schusswaffen mit Hilfe eines 3D-Druckers leicht herstellen kann, wurde bereits mehrmals bewiesen. Eine Diskussion über die Herstellung von additiv gefertigten Schusswaffen, führte zu einer Grundsatzdiskussion, den Verkauf von Schusswaffen weiter einzuschränken.

US-Vertreter Frank Joseph Pallone Jr. Hat ein Gesetz eingereicht, welches den digitalen und physischen Verkauf von Waffen und Waffenteilen, welche additiv gefertigt wurden, verbieten soll. Zu dem Verbot zählt auch die Werbung und das Marketing für solche Waffen. Der genaue Wortlaut des Gesetzes zum Verbot von 3D Schusswaffen lautet:

“…prohibit the sale, acquisition, distribution in commerce, or import into the united states of certain firearm receiver castings or blanks, assault weapon parts kits, and machinegun parts kits[….]”

Das Gesetz sorgt ebenfalls dafür, dass Waffen, die zuhause angefertigt werden, mit einer Seriennummer versehen werden müssen, um sie jeder Zeit nachverfolgen zu können. Dies ist das genaue Gegenteil, was die Organisation von Defense Distributed will. Sie haben mit dem kostenlosen Zugang zu 3D Modellen für die Anfertigung von Schusswaffen, jedem Amerikaner die Möglichkeit gegeben sich mit einer Waffe auszurüsten. Die additiven Waffen bestehen fast 100 Prozent aus Kunststoff, außer den Kugeln und einer Nadel um die Kugel auszulösen.

Die komplette Debatte wurde durch eine Entscheidung eines texanischen Gerichts ausgelöst, die das Verbot von Defense Distributed aufgehoben haben. Diese Organisation wurde von Cody Wilson gegründet, einem Crypto-Anarchisten und Waffen Aktivist, der momentan eine Anklage wegen sexuellem Übergriff gegenüber einer minderjährigen Person hat.

In Bezug auf den neuen Gesetzesvorschlag des US-Repräsentantenhauses erklärt Pallone: ​​“Angesichts der gewalttätigen Epidemie, die unsere Gemeinden plagen, ist das letzte, was unser Land braucht, eine unregulierte und nicht nachvollziehbare Quelle tödlicher Schusswaffen. Wir brauchen sensiblere Lösungen, um die Verletzung von Gewehren zu vermindern, keine AR-15S, die durch einen Fingerdruck erhältlich sind.“

Das letzte Wort hat Trump

Wenn dieses Gesetz durchgebracht wird, bedeutet dies einen großen Schritt für die Verringerung der Waffen in den USA. Bis die Gesetzesvorlage ein Gesetz wird, müssen jedoch noch viele Hürden genommen werden. So muss es u.a. der Senat sowie der Präsident zustimmen. Trump hat zu diesem Thema schon folgende Meinung getwittert:

„I am looking into 3-D Plastic Guns being sold to the public. Already spoke to NRA, doesn’t seem to make much sense.”

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