Home Anwendungen Weltgrößtes 3D-gedrucktes Riff in den Malidiven installiert

Weltgrößtes 3D-gedrucktes Riff in den Malidiven installiert

Korallenriffe sind enorm wichtig für das Überleben vieler Meeresbewohner, ungefähr 25% der Artenvielfalt leben an oder um einem Riff. Aufgrund der steigenden Klimaerwärmung sterben immer mehr Riffs, seit 1980 sind bereits die Hälfte aller Riffs verschwunden. Um dem entgegen zu wirken und die Menschen darauf aufmerksam zu machen, wurde am 11. August 2018 das größte 3D-gedruckte Korallenriff auf der Sommerinsel der Malediven errichtet.

Bereits 2015 hat das Schutzgebiet Larvatto Bay in Monaco 3D-Druckverfahren verwendet um die Artenvielfalt wieder zu steigern. Das neue große Korallenriff wurde von dem Melbourner Industriedesigner Alex Goad von der Firma Reef Design Labentwickelt. Das Design ist modular aufgebaut und verwendet andere Riffs auf den Malediven als Basis, damit sie besser mit ihrer Umwelt harmonieren. Das Modell besteht aus Beton und Keramik und wurde in Australien und den Malediven angefertigt.

Ein 3D-Drucker benötigt 24 Stunden um ein Modul zu drucken, dieses wird danach mit Keramik überzogen, welches ähnlich dem Kalziumkarbonat der Korallen entspricht. Die fertigen Formen wurden zu den Malediven geschickt, damit sie am Strand mit Beton gefüllt werden konnten. Das Riff wurde in der Blauen Lagune der Sommerinsel eingebaut. Dieser Abschnitt ist sehr sandig, wodurch gehofft wird, dass sich leichter ein neues Korallenriff etablieren lässt.

 

„Dies ist ein wissenschaftliches Projekt, es ist ein Forschungsprojekt“, sagte Goad. „Die 3D-Drucktechnologie hilft uns, die Komplexität natürlicher Riffstrukturen nachzuahmen, sodass wir künstliche Riffe entwerfen können, die denen in der Natur sehr ähnlich sind. Wir hoffen, dass dies ein effektiverer Weg zum Wachstum und zur Wiederherstellung von Korallen sein wird. „

Nicht nur für die Umwelt

In den nächsten Jahren soll das künstliche Riff von Biologen beobachtet werden um herauszufinden ob ein 3D-gedrucktes Korallenriff besser als ein metallisches Riff ist. Die 3D Modelle des Riffs sind öffentlich zugänglich, damit mehr Riffs gebaut werden können und dadurch die Artenvielfalt am Leben zu halten.

Mari Shareef, Manager des Resorts, erklärt: „Projekte wie das 3D gedruckte Riff sind beliebt bei Gästen, die so unsere Umwelt schützen. Und es ist nicht nur für die Gäste. Unsere Mitarbeiter, von denen die meisten maledivisch sind, möchten ihre Umwelt schützen. Letztendlich wollen wir dazu beitragen, eine Kultur des Umweltschutzes zu fördern, nicht nur auf der Sommerinsel, sondern auf den kompletten Malediven.

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Ich bin 26 Jahre alt und Mechatronik Student am Technikum Wien. Ich bin seit 10 Jahren mit Unterbrechungen in der Industrie tätig und habe dort im Bereich der Wartung, Automatisierung und Konstruktion gearbeitet. Den ersten Kontakt mit generativer Fertigung hatte ich erst im jetzigen Studium, wurde aber direkt gepackt von den Möglichkeiten, welche uns diese Technik bringt. Ich bin gespannt, wo uns diese Technologie noch hin bringt.