Home 3D-Drucker Zahnmedizin: Stratasys stellt den 3D-Drucker J5 DentaJet vor

Zahnmedizin: Stratasys stellt den 3D-Drucker J5 DentaJet vor

Stratasys hat einen neuen 3D-Drucker vorgestellt, der Dentallaboren nicht nur 3D-Druckeffizienz bietet, sondern auch den Realismus und die Präzision von PolyJet. Der J5 DentaJet 3D-Drucker ist der einzige Multimaterial-Dental-3D-Drucker, der es Technikern ermöglicht, Bauplattformen mit unterschiedlichen Dentalteilen zu bestücken. Der neue 3D-Drucker kann mindestens fünfmal mehr Dentalteile auf einer einzigen gemischten Bauplattform produzieren als die 3D-Drucker der Wettbewerber und benötigt dazu nur eine Stellfläche von 0,43 m2.

Dentallabore müssen mehrere Teile in verschiedenen Materialien entweder für herausnehmbare Teilprothesen (RPD) oder für Zahnimplantate herstellen. Für jedes Implantat kann zum Beispiel ein oberes und unteres festes, undurchsichtiges Modell, eine weiche Gingivamaske und eine biokompatible Bohrschablone erforderlich sein. Dies erfordert drei verschiedene Materialien, was die Techniker dazu zwingt, entweder mehrere 3D-Drucker zu verwenden oder separate 3D-Drucke mit verschiedenen Materialien zu erstellen. Die J5 DentaJet verarbeitet problemlos bis zu fünf Materialien, inklusive Stützmaterial.

Der für mehrfarbiges Multimaterial ausgelegte 3D-Drucker J5 DentaJet produziert zudem Teile mit einem Realismus, der bisher nur mit zeitaufwändigen Wachsmodellen möglich war. Entwürfe können jetzt in wenigen Stunden digital produziert werden. Die hohe Auflösung der PolyJet-Materialien (bis zu 18,75 Mikrometer, also weniger als die Hälfte der Breite eines menschlichen Haares) ermöglicht so genaue Modelle, dass Zahnärzte Kronen und Brücken in Minutenschnelle einsetzen können.

„Zahnmedizinische und kieferorthopädische Modelle werden zwar immer häufiger mit 3D-Druck hergestellt, aber die Fertigung war bisher zu manuell und zeitaufwändig”, sagte Osnat Philipp, Vice President Healthcare bei Stratasys. „Die J5 DentaJet beschleunigt die vollständige digitale Transformation der dentalen Modellierung dank der starken Kombination von Automatisierung und Genauigkeit. Das System arbeitet weitgehend unbeaufsichtigt, und Sie können die Bauplattform sogar mit einer Vielzahl von verschiedenen Modellen aus unterschiedlichen Materialien bestücken. Das Gerät ist ein Produktivitätsmonster.”

NEO Lab ist ein familiengeführtes kieferorthopädisches Labor in Andover, Massachusetts. Das Unternehmen hat die J5 DentaJet in einem Betatest eingesetzt, um seinen 120 Mitarbeitern bei der Betreuung von 3.000 kieferorthopädischen und zahnmedizinischen Praxen im ganzen Land das Leben zu erleichtern. Geschäftsführer und Miteigentümer Christian Saurman sagte, dass sie an der Verwendung des Systems interessiert waren, um eine bessere Oberflächenqualität zu erhalten. Zudem hat ihnen das System geholfen, große Teilemengen effizient zu bearbeiten. „Wir produzieren jeden Tag 600 kieferorthopädische Hilfsmittel”, sagte er. „Der DentaJet 3D-Drucker ist einfach zu bedienen, kann viele Modelle in einem einzigen Druckvorgang herstellen, und wir verbringen nicht viel Zeit mit der Nachbearbeitung der Modelle, nachdem sie aus dem Gerät kommen. Unsere Modelle gehen schneller als je zuvor vom Drucker in die Produktion.”

Motor City Lab Works, ein kieferorthopädisches Full-Service-Labor in Birmingham, Michigan, hat den J5 DentaJet ebenfalls im Betatest. Dr. John Dumas, Kieferorthopäde und Geschäftsführer von Motor City Lab Works, ist beeindruckt von der hohen Genauigkeit und den hohen Stückzahlen, die das Gerät produzieren kann. „Als Kieferorthopäden benötigen wir wirklich hochpräzise Modelle, um sicherzustellen, dass die Patienten-Hilfsmittel optimal passen. Wir wünschten uns einen Drucker, der mit einer größeren Bauplattform für hohe Stückzahlen die Produktion von Modellen mit höherer Auflösung ermöglicht. Mit der J5 DentaJet haben wir ein solches Gerät.”

Nach Schätzungen von Stratasys beläuft sich das gesamte adressierbare Segment für dentalen 3D-Druck auf etwa 1 Milliarde US-Dollar. Mit einem wachsenden Angebot an 3D-Drucktechnologien, von der Polymerisation bis zur Stereolithographie, kann Stratasys für seine Kunden ein kompletter 3D-Druckanbieter sein, der die richtige Technologie für die richtige Anwendung findet. Die J5 DentaJet ist jetzt ideal für Kunden, die hohe Stückzahlen realistischer, hochpräziser Modelle produzieren müssen.

Die J5 DentaJet startet mit einer kompletten Palette von Kunststoffen, die auf die Bedürfnisse der Dentalindustrie zugeschnitten sind. Zu den verfügbaren biokompatiblen Kunststoffen gehören neben einem transparenten festen Kunststoff und einem transparenten flexiblen Kunststoff auch das undurchsichtige, weiße VeroGlaze für temporäre Platzierungen im Mund. Darüber hinaus kann Separator Digital Material die Modelle automatisch beschichten, um das Trennen des Acrylteils vom Modell und das Entfernen von Wachs und Rückständen wesentlich zu erleichtern. Weitere verfügbare Kunststoffe sind VeroDent PureWhite und CMY-Harze für Farbe.

Der Artikel basiert auf einer Pressemeldung von Stratasys.

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David ist Redakteur bei 3Druck.com.