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Lunewave: 3D-gedruckte Lüneburg-Linsen als günstige alternative Technologie für selbstfahrende Autos

Forscher an der University of Arizona (UA) haben 3D-gedruckte Lüneburg-Linsen entwickelt, die unter anderem bei Radarsystemen in der Automobilindustrie eingesetzt werden können. Diese lizensierten und kostengünstigen Technologien sollen mit dem Startup Lunewave Inc. nun kommerzialisiert werden.

Entwickelt von Professor Hao Xin vom Department of Electrical and Computer Engineering an der UA, könnten die 3D-gedruckten Linsen für eine ganze Reihe von Anwendungen eingesetzt werden. Bei der Technologie handelt es um eine Lüneburg-Linse mit eingebetteter Elektronik und/oder Metallfilm-Dielektrika, die bessere Fahrsicherheitssysteme durch Faktoren wie effizienteres Scannen, Vermeidung von Störungen durch andere Radarsysteme sowie eine komplette 360° Abdeckung ermöglichen.

„Diese Technologien finden Anwendung in der Sensorik und Detektion, autonomen Autos und Drohnen, Umweltverschmutzung, Erkennung von Wasserdampf sowie der kabellosen Kommunikation,“ so Xin. „Wir sehen eine riesige Chance.“

Derzeitige Technologien für Fahrerassistenzsysteme (Advanced Driver Assistance Systems, ADAS) erfordern den Einsatz mehrerer teurer Sensoren wie LIDAR, Ultraschall und Optiken mit eingeschränkter Reichweite, die sensibel gegenüber ungünstigen Witterungsbedingungen sind. Die von Lunewave entwickelten Linsenantennen stellen hingegen eine praktischer Lösung dar, die noch dazu günstig in der Herstellung sind und eine bessere Leistung und größere Bandbreite im Vergleich zu konventioneller Radar-Technologie bieten. Laut Xin könnten sie eine der wichtigsten Instrumente für die Zukunft des autonomen Fahrens sein.

„Zusammen könnten diese beiden Technologien der Schlüssel dazu sein, dass traditionell teure Fahrsicherheitssysteme für Luxusfahrzeuge in populäreren und günstigeren Automodellen eingebaut werden können,“ sagt Bob Sleeper, Manager für Technologielizenzierung am College of Engineering.

Lunewave ist Teilnehmer des Tech-Startup-Gründerzentrums Arizona Center for Innovation der UA und wird derzeit vom Fond der National Science Foundation (NSF) zur Weiterentwicklung der Technologie gefördert.

„Lunewave verfügt über die Technologie und Führung um die Art und Weise, wie verbundene und autonome Fahrzeuge die Umgebung wahrnehmen, signifikant zu verändern,“ fügt Sleeper abschließend hinzu. „Die UA ist gespannt auf die Zukunft des Unternehmens und wie diese Technologie ein viel breiteres Marktspektrum des IoT abdecken könnte.“

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QuelleUniversity of Arizona
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Doris lebt als begeisterter Maker seit vielen Jahren nach dem DIY Prinzip. Über diese Bewegung hat sie die Anfänge des Consumer 3D Printing live und aktiv miterlebt und schließlich auch Ihre Begeisterung für industrielle AM-Technologien kennengelernt. Doris lebte längere Zeit in Bristol (UK) und ist nun hauptberufliche Chefredakteurin von 3Printr.com.