Home 3D-Drucker CR-3D entwickelt mit ViscoTec und DELO eine Liquid 3D-Druck-Anlage

CR-3D entwickelt mit ViscoTec und DELO eine Liquid 3D-Druck-Anlage

Der deutsche 3D-Drucker-Spezialist CR-3D hat mit dem neuen 3D-Drucker L1 eine Maschine für den Druck von Flüssigmaterialien entwickelt.

Das neue System basiert auf der I-Serie von CR-3D. Für die Maschine wurde ein neues IDEX System mit integrierter UV-Lampe und „Dosierköpfen“ für Flüssigmaterialien entwickelt. Mit dem IDEX System können Drucke mit verschiedenen Materialien oder unterschiedlichen Düsen-Geometrien hergestellt werden. Ein weiterer Vorteil der unabhängigen Druckköpfe ist die Möglichkeit, mehrere Bauteile in einem Arbeitsgang auf der aktuell 220 x 220mm großen Druckplatte zu fertigen. Wie bei allen Anlagen von CR-3D kann das System einfach auf größere Bauräume (bis zu 600x500mm in XY) adaptiert werden.

Die Bedienung der Anlage erfolgt über den integrierten 7-Zoll Touchscreen Monitor oder einer Weboberfläche mit deren Hilfe die Druckaufträge vom Computer hochgeladen werden können. Zur Erstellung der Prozessdaten dienen die handelsüblichen Slicer-Systeme, die ein Generieren von Single- oder Multimaterialdrucken erlauben. Dabei werden Bauteile, welche mit unterschiedlichen Materialien gefertigt werden sollen, selektiert und das jeweilige Material der Bauteilgeometrie zugeordnet.

Auch ein Mix aus Filament- und Liquiddruck ist mit dieser Art von Anlage realisierbar. Basis hierfür ist eine standardisierte Nullpunkt-Werkzeugaufnahme an den Druckern der I-Serie, an die verschiedenste Werkzeuge angebracht werden können. Auf diese Art kann ein Filamentdruckkopf und eine Dosiereinheit in einer Anlage betrieben werden.

Dosiereinheiten von ViscoTec

Als Dosiereinheiten dienen zwei vipro-HEAD 5 der ViscoTec Pumpen- und Dosiertechnik GmbH. Die vipro-HEAD 3D-Druckköpfe wurden von ViscoTec speziell für die Additive Fertigung mit Flüssigkeiten und Pasten entwickelt. Sowohl 1-komponentige als auch 2-komponentige Materialien lassen sich damit präzise verarbeiten. Für das gemeinsame Projekt werden zwei 1K-Druckköpfe mit einem Volumenstrom bis maximal 6 ml/min verwendet.

Die vipro-HEAD Druckköpfe basieren auf dem Endloskolben-Prinzip – dieses ermöglicht den Druck von niedrig- bis hochviskosen Medien. Selbst hoch gefüllte Materialien lassen sich damit verarbeiten. Die Ansteuerung der vipro-HEADs mit Schrittmotorsignalen ermöglicht eine schnelle und einfache Integration in bestehende additive Fertigungssysteme. Für die Erstellung des G-Codes können alle gängigen Slicer verwendet werden.

Besonders geeignet für Multimaterialbauteile, die mit der L1 zuverlässig und effizient gefertigt werden können, sind die lichthärtenden Hochleistungsepoxidharze von DELO. Sie lassen sich flüssig bei Raumtemperatur dosieren und werden Schicht für Schicht durch die in der Anlage integrierte UV-Lampe ausgehärtet.

Materialien von DELO

Die DELO 3D-Druck-Materialien sind optimal miteinander kombinierbar, bauen eine gute Haftung zueinander auf und zeigen isotrope Festigkeiten in alle Druckrichtungen. Zudem bringen sie zusätzliche Eigenschaften, wie Transparenz oder Flexibilität, mit. So können in einem Druckvorgang beispielsweise Bauteile mit harten und flexiblen Bereichen gefertigt werden. Im ausgehärteten Zustand sind die DELO-Materialien vergleichbar mit technischen Kunststoffen wie z.B. Polyamid oder Peek und eignen sich durch ihre hohe Medien- und Temperaturbeständigkeit v.a. für Anwendungen im Bereich der Automotive- und Mikroelektronik.

Höchste Prozesssicherheit wird durch eine taktile Vermessung der Druckdüsen vor dem Druckbeginn sichergestellt. Dabei wird die Düse des Dosierkopfes mittels Piezo-Sensoren exakt auf die Druckbettoberfläche ausgerichtet und immer der richtige Düsenabstand zur magnetisch wechselbaren Druckplatte ermittelt und eingestellt.

Artikel basiert auf eine Pressemeldung von CR-3D

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David ist Redakteur bei 3Druck.com.