„All the Lights“: Einhundert 3D-gedruckte Lampen zur Feier der weltweiten Individualität

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Das in Philadelphia, USA, ansässige Design-Studio Budmen Industries kreierte eine beeindruckende Installation namens „All the Lights“, bestehend aus einhundert 3D-gedruckten Lampen. Jede dieser Lampen differenziert sich durch einzigartiges Design.

Die Idee für „All the Lights“ stammt von Isaac Budmen und Stephanie Keefe, beide Mitbegründer des „postdigitalen Workshops“ Budmen Industries. Als Inspiration für diese extravagante Lampen-Installation geben die Ideenfinder Budmen und Keefe an, der aktuellen Welt etwas Zusammenhalt und Licht verleihen zu wollen.

„Wir leben in einer Welt, in der Kampflinien gezogen werden: Nationalist vs. Immigrant, Conservative vs. Liberal, 1% vs 99% usw.“, schreiben die Projekt-Gründer. „All diese ideologischen Kämpfe stellen etwas Größeres dar – eine Gesellschaft, die in einer Gruppendenkenmentalität steckt, in der der einzigartige Gedanke und die Komplexität des Individuums verloren geht. Im Laufe der Geschichte wurden die dunkelsten Stunden der Menschheit von „uns gegen sie“ definiert.“

Um eben diese Aussage zu unterstreichen, starteten Budmen und Keefe dieses Projekt. Jede einzelne der einhundert 3D-gedruckten Lampen ist ein Unikat und unterscheidet sich durch Form und Größe von den anderen. Mit „All the Lights“ will Budmen Industries die Einzigartigkeit und Individualität in dieser Welt feiern und hervorheben.

„All the Lights steht für eine glänzende Zukunft, in der Individualität gefeiert und reflektiert wird in Umgebungen, die so einzigartig und komplex sind wie wir.“

Ein weiteres Ziel dieser Installation war, traditionelle Kunstformen wie beispielsweise Skulpturen mit neuen, digitalen Fertigungstechnologien wie 3D-Druck zu kombinieren. Auch bezeichnet als „postdigitaler Workshop“, hat sich Budmen Industries dieses Bestreben zu einer Hauptaufgabe gemacht, was sich in diversen Projekten wiederspiegelt.

Im Gegensatz zu vergleichbaren Installationen wurde jede einzelne der 100 Lampen von Hand designed anstatt einen Generator zu verwenden. Dies ist bei näherer Betrachtung auch deutlich zu erkennen, da einige der Lampen geometrische Formen aufweisen, wobei andere wiederum eher an organische Strukturen erinnern.

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Der 3D-Druckprozess nahm insgesamt 453 Stunden und rund 7,25 Kilometer Filament in Anspruch. Budmen und Keefe nutzten für diesen Prozess den hauseigenen, großformatigen 3D-Drucker Budmen Builder, welcher künftig auch im Handel erhältlich sein wird.

„Wir lieben diese einzigartig schichtartige Ästhetik, sie ist nicht nur eine Signatur des Prozesses, sondern das Objekt bekommt einen völlig neuen Charakter, wenn es beleuchtet wird“, schreiben sie auf ihrer Website.