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Moiin Resins: CDB-Technologie für medizintechnische 3D-Materiallösungen

DMG Digital Enterprises hat mit Moiin Resins Hochleistungskunststoffe für den 3D-Druck vorgestellt. Sie sind für offene Systeme ausgelegt und unterstützen die Druckertechnologien DLP, SLA und LCD mit 385 oder 405 nm Wellenlänge.

In einer Pressemitteilung erklärt DMG Digital Enterprises, dass mit den bisherigen technologischen Möglichkeiten immer mit kleineren oder größeren Abweichungen beim Druckergebnis gerechnet werden musste. Insbesondere bei der Realisierung von exakten inneren Strukturen und Hohlräumen. Da soll laut Hersteller jetzt die neue CDB-Technologie Abhilfe schaffen. Die vom Moiin-Resin-Team in Hamburg entwickelte Technik wurde bereits als eigene Marke eingetragen. Als chemische Komponente ist die neue CDB-Technologie in allen moiin Resins enthalten, jeweils individuell für jedes Material optimiert.

Die „CDB-Technologie“

CDB steht für „Cure Depth Barrier“ (=Durchhärtetiefenbarriere). Sie beschreibt die minimierte Überhärtung der 3D-Druckharze in Z-Richtung – was zu einer bisher unerreichten Präzision in allen Dimensionen der gedruckten Objekte führt.

Bei SLA- oder DLP-3D-Druckverfahren werden die Objekte Schicht für Schicht aus einem flüssigen Druckharz aufgebaut. Die Aushärtung des flüssigen Materials erfolgt schichtweise durch Einstrahlen von Licht bzw. UV-Strahlung. Damit die Schichten aneinanderhaften, muss das Licht durch die gerade auszuhärtende Schicht hindurch- und in die zuvor aufgebauten Schichten hineinleuchten. Dieses Phänomen nennt man Überhärtung („Overcure“).

Eine Überhärtung ist also erforderlich und lässt sich nicht vollständig verhindern. Zum Problem kann die Überhärtung dann werden, wenn in Z-Richtung, also vertikal, ein Loch bzw. ein Hohlraum in dem 3D-Objekt enthalten ist. Wenn dieser Hohlraum gerade geschlossen wird, ist keine Schicht vorhanden, mit der sich die aushärtende Schicht verbinden könnte. Stattdessen strahlt das Licht in das flüssige Harz ein, und zwar in dem Bereich des 3D-Modells, in dem eigentlich ein Hohlraum sein sollte. Das flüssige Harz wird durch das Licht gehärtet und bildet eine ungewollte Struktur im Bereich des Hohlraums. Im schlimmsten Fall werden so z. B. kleine Löcher oder Kanäle vollständig geschlossen.

Die CDB-Technologie reduziert die notwendige Überhärtung auf ein absolutes Minimum. So wird ohne Einbußen bei der Druckgeschwindigkeit zuverlässig höchste Präzision auch bei inneren Strukturen und Hohlräumen erzielt, erklären die Hersteller.

Der Artikel basiert auf eine Pressemitteilung von Moiin Resins

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