Home News 3D Gedrucktes Gehäuse für DIY Open Source Intervallauslöser für Kameras

3D Gedrucktes Gehäuse für DIY Open Source Intervallauslöser für Kameras

Gunther Wegner ist Spezialist auf dem Gebiet Zeitrafferfotografie. Auf dem Markt hat er keinen Intervallauslöser finden können der seinen Anforderungen entspricht, daher hat er selber ein solches Gerät entwickelt, das ein 3D gedrucktes Gehäuse besitzt.

Die meisten modernen Kameras kann man über ein analoges Auslösekabel auslösen, diese Eigenschaften macht sich Gunther Wegner für sein Projekt zu nutzen. Wie viele DIY Elektronik Projekte kommt auch hier ein Arduino zum Einsatz, der mit einer LCD Anzeige und einer kleinen Platine ergänzt wird. Die Funktionsweise ist dann denkbar einfach: Der Arduino löst durch bestimmte elektrische Signale Foto-Menchanismus der Kamera aus und diese erstellt ein Foto. Die nötige Software und die Bauanleitung kann man auf der Website von Gunther Wegner finden, dort beschreibt er den Bau sehr detailliert. Mit einem originalen Arduino Uno entstehen Kosten von rund 50€. Wer an dem Projekt interessiert ist muss keine Programmierkenntnisse besitzen, ein Lötkolben und etwas Bastelerfahrung wird aber zum Verbinden der Elektronik und dem Zusammenbau des Gehäuses benötigt.

Das 3D gedruckte Gehäuse wurde von Christian Steinkrüger entwickelt, dem Gründer von LogoDeckel. Die Pläne kann man kostenfrei auf der Homepage von Gunther Wegner downloaden, wer einen 3D Drucker besitzt kann das Gehäuse so ganz einfach selber ausdrucken. Wer keinen 3D Drucker besitzt kann das Gehäuse im Online Shop von LogoDeckel in Blau oder Grün für 39€ bestellen.

Ich selbst arbeite jetzt seit einigen Monaten mit Prototypen des LRTimelapse Pro Timer Free und kann mir die Zeitraffer-Fotografie mit einem anderen Intervallauslöser gar nicht mehr vorstellen. Die schnelle Auslösung ohne Blockieren der Kamera, die Möglichkeit auch mal 1.5 oder 2.5 Sekunden als Intervall einzustellen, die Anzeige aller benötigten Daten auf dem Display, das Intervall Ramping und nicht zuletzt die Möglichkeit, “das Licht auszustellen” sind Features, die ich mir schon immer gewünscht habe. Auch die Bedienung mit Handschuhen in der Kälte Norwegens hat super geklappt. Aber ihr wisst ja, wie das ist: wenn keiner auf eure Wünsche hört, müsst ihr sie euch selbst erfüllen.

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