Home Forschung & Bildung 3D-Druck-Paper Übersicht: Hydrogel auf Seetangbasis und mehr

3D-Druck-Paper Übersicht: Hydrogel auf Seetangbasis und mehr

Wöchentlich erscheinen etliche wissenschaftliche Papers über die additive Fertigung. Jeden Tag stellen wir solche wissenschaftliche Ergebnisse bei 3Druck.com in eigenen Artikel vor. Am Ende der Woche wollen wir nun auch Studien vorstellen, die es ansonsten nicht in unsere Berichterstattung geschafft hätten.

Wissenschaftler entwickeln neues hochfestes Hydrogel auf Seetangbasis für den 3D-Druck

Ein Forscherteam der North Carolina State University hat eine neue Klasse von Hochleistungs-Hydrogelen auf Seetangbasis für den 3D-Druck entwickelt. Das als selbstverstärktes Homokomposit-Hydrogel (HHG) bezeichnete, extrudierbare Material wird durch die Integration von unterschiedlich großen Netzwerken identischer Alginate erzeugt. Das Ergebnis ist ein mit sich selbst verstärktes Hydrogel, nur dass jetzt seine mechanischen Eigenschaften mit größerer Festigkeit und Flexibilität verbessert wurden.

Die Wissenschaftler glauben, dass ihr neues 3D-Druckmaterial große Auswirkungen auf die biomedizinische Technik haben könnte, mit Anwendungen wie Bioprinting-Gerüsten, Wundverbänden und sogar Soft-Robotik.

Weitere Details der Studie findet man in dem Paper mit dem Titel “Printable homocomposite hydrogels with synergistically reinforced molecular-colloidal networks“. Es wurde von Lilian Hsiao, Orlin Velev et al. verfasst.

Forscher nutzen seltenes Eisenmineral für den 3D-Druck von Biotinten

Forscher der Northwestern University haben eine seltene Art von Eisenmineral in Weichtierzähnen entdeckt, die bisher nur in Felsen beobachtet wurde.

Das Mineral, Santabarbarait, wurde im Taster – einer langen, hohlen Struktur, die einen Zahn mit einer weichen Membran verbindet – einer Cryptochiton stelleri (Rote Riesenkäferschnecke) gefunden. Die Forscher nutzten die Entdeckung, um Biotinten zu entwickeln, die für den 3D-Druck geeignet sind und die Festigkeit, Steifigkeit und Bindegewebseigenschaften des Weichtier-Tasters imitieren.

Weitere Informationen über die Studie findet man in der Arbeit mit dem Titel “Persistent polyamorphism in the chiton tooth: From a new biomaterial to inks for additive manufacturing”, die in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht wurde.

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