Home Forschung & Bildung Dynablock: Dynamischer 3D-Drucker erstellt Objekte in Sekunden

Dynablock: Dynamischer 3D-Drucker erstellt Objekte in Sekunden

Designer entwickeln ein Produkt und hätten am liebsten gleich einen Prototyp des Stücks. Bisher ist das nicht möglich, aber ein Forscher-Team hat nun in dem Paper „Dynablock: Dynamic 3D Printing for Instant and Reconstructable Shape Formation“ ein Konzept präsentiert, welches das Erstellen von Objekten in wenigen Sekunden ermöglichen könnte.

Das erste Modell des Druckers besteht aus einer Grundfläche von 24 x 16 Pins. Alle Pins haben einen eigenen Motor, mit dem ein Stab hoch oder runtergefahren werden kann. Jeder Pin hat auf jeder Ebene Magnete, um sich mit benachbarten Stäben zu verbinden. Mit dieser Möglichkeit können sogar Überhänge gedruckt werden. Diese Technologie ermöglicht es ein Objekt schnell zu drucken und es in derselben Geschwindigkeit wieder zu zerstören.

„Ein solcher 3D-Drucker könnte beispielsweise in einer Virtual-Reality- oder Augmented-Reality-Anwendung verwendet werden, um ein greifbares Objekt oder einen Controller dynamisch zu formen, um haptisches Feedback zu liefern und die Benutzer physisch zu motivieren“, schlagen die Forscher vor.

Dynablock: Dynamic 3D Printing for Instant and Reconstructable Shape Formation

Neue Konzepte durch den Drucker

Die Forscher habe sich an dem DLP (Digital Light Processing) Druckverfahren orientiert, bei dem eine ganze Schicht auf einmal gedruckt wird. Die Forscher haben noch Probleme mit der Auflösung, den jeder Block mit Magneten hat eine Kantenlänge von 9 Millimeter, dadurch ist die Auflösung momentan noch sehr schlecht. Auch die Stabilität muss noch weiter verbessert werden, weil die Blöcke nur mit Magneten verbunden werden.

Die Forscher beschreiben mehrere Einsatzgebiete für den 3D-Drucker, so kann er nicht nur für Produktdesigner genutzt werden. Als interaktives Lehrbuch für Schüler, wäre es auch sehr geeignet. Beim Beschreiben eines Flugzeugs, könnte das Flugzeug auf Knopfdruck erzeugt werden und beim Vergrößern würde sich das Modell direkt wieder neu aufbauen.

„In der Zukunft stellen wir uns vor, dass ein dynamischer 3D-Drucker ein interaktives Medium werden kann, in dem der Benutzer durch dynamische und interaktive physische Repräsentation denken, gestalten, erforschen und kommunizieren kann“, schlussfolgern die Forscher.

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