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Platinen könnten schon bald aus dem 3D-Drucker kommen

Platinen auch Leiterplatten genannt bilden die Grundlage jeder Elektronik. Die Kunststoffplatten verbinden elektronische Bauteile mittels elektrisch leitbaren Verbindungen zu einem Schaltkreis. Üblicherweise werden dafür gelochte Kunststoff Platten mit leitbaren Metall bedampft und anschliessend mit unterschiedlichen Verfahren (zum Beispiel durch Belichtung) ein gewünschter Schaltkreis festgesetzt. Die überschüssige Metall-Bedampfung wird dann, beispielsweise durch Ätzung entfernt. In der Massenproduktion bestücken und verlöten Roboter  die Platinen im Anschluss vollautomatisch mit den notwendigen Bauteilen.

Geht es nach David ten Have, CEO des US-3D-Druck-Dienstleisters Ponoko, soll die Automatisierung künftig noch einen Schritt weiter gehen. Stammen die gelochten Platinen derzeit noch von einen externen Hersteller könnten 3D-Drucker künftig auch diesen Schritt unternehmensintern bewerkstelligen.

Die Technologie ist dafür bereits grundsätzlich vorhanden. Lediglich genormte Software Standards und ein geeignetes Material zur Verarbeitung müssen noch gefunden werden.
Einen ersten Schritt in Richtung Software könnte Microsoft´s .NET Gadgeteer platform sein. Von einem Standard sei man allerdings noch weit entfernt so Have. Trotzdem zeigt er sich optimistisch und rechnet mit einer möglichen Umsetzung in bereits 18 bis 24 Monaten.

In Kombination mit einem Hauseigenen Bestückungsroboter könnte dies tatsächlich ein erster Schritt zum “3D-Druck” von kompletten elektronischen Geräten bilden. Bis dahin wird aber vermutlich noch etwas mehr Zeit vergehen.

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(c)Bild: Wikimedia Commons

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