TU Wien entwickelt neues 3D-Druck Photopolymer mit stark verbesserten Eigenschaften

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Das Forscherteam Cubicure von der Technischen Universität Wien, zu dem Professor Jürgen Stampfl und Robert Gmeiner vom Institut für Werkstoffwissenschaften und Werkstofftechnologie sowie Johannes Homa vom TU-Ableger Lithoz gehören, wurde mit dem 20.000 Euro dotierten Sciente-to-Business Award ausgezeichnet.

Den Wissenschaftlern ist es gelungen neuartige Photopolymerwerkstoffe zu entwickeln, die derzeit am Markt befindliche Materialien in Festigkeit und Wärmebeständigkeit übertreffen. Dadurch lassen sich ganz neue Anwendungsgebiete für den 3D-Druck erschließen.

„Bei heutigen 3D-Druckverfahren kann man entweder eine gute Oberflächenqualität und geometrische Präzision erzielen, oder man kann Objekte mit guten Materialeigenschaften herstellen. Beides gleichzeitig ist kaum möglich, das ist das Dilemma des 3D-Drucks“, erklärt Jürgen Stampfl.

Kleine, präzise gearbeitete 3D-Objekte mit guten Materialeigenschaften und sauberer Oberfläche; Bild: TU Wien
Kleine, präzise gearbeitete 3D-Objekte mit guten Materialeigenschaften und sauberer Oberfläche; Bild: TU Wien

In Zusammenarbeit mit Professor Liska vom Institut für angewandte Synthesechemie wurden physikalische Wechselwirkungsmechanismen zwischen den einzelnen Polymerketten gezielt verändert.

„Auf diese Weise konnten wir bereits Werkstoffe entwickeln, die schon in der frühen Phase der Forschung sämtliche am Markt befindlichen Produkte in Festigkeit und Wärmebeständigkeit übertreffen“, fügt Stampfl hinzu.

Das gegründete Start-Up Cubicure GmbH soll die neuen 3D-Druckmaterialien nun weiterentwickeln und plant den Markteintritt für 2017.

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