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Supersportwagen Koenigsegg One:1 mit Hilfe von 3D-Druck entwickelt

Der schwedische Automacher Koenigsegg feiert in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag. Aus diesem Anlass hat das Unternehmen den “Agera One:1” präsentiert. Um die leichte Bauweise des Autos zu erreichen wurde bei der Entwicklung auf 3D-Scanning– und 3D-Druck-Technologie gesetzt.

Koenigsegg One:1 ist ein sogenannter Supersportwagen, der im März 2014 auf dem Genfer Automobilsalon erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Er wurde basierend auf Agera R von Koenigsegg entwickelt.

Der Begriff Supersportwagen ist zwar nicht ein eindeutig definierter Begriff, aber grundsätzlich versteht man darunter ein Fahrzeug, welches primär auf Leistung ausgelegt ist. Somit ist ein solches Auto – im Gegensatz zu einem normalen Sportwagen – nicht unbedingt für den Alltag tauglich.

Der Motor des One:1 leistet 1360 PS und das Fahrzeug hat ein Gewicht von 1360 kg. Daraus ergibt sich ein Leistungsgewicht von 1,0 kg/PS, was der Hersteller zum Anlass für den Namen des Fahrzeuges (1:1) nahm. Der One:1 erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von über 440 km/h. Seine maximale Beschleunigung liegt bei 20 sec. für 0–400 km/h. Der Bremsweg aus 100 km/h bis zum Stillstand liegt bei trockener Straße bei 28 Metern. Der Wendekreisdurchmesser beträgt 11 Meter.

In einem Interview erklärt der Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens, Christian von Koenigsegg, dass für die Entwicklung des Autos 3D-Druck-Technologien sowie 3D-Scanning eingesetzt wurde. So wurden zum Beispiel die entworfenen Pedale ausgedruckt und im Auto getestet. Sie wurden mit der Hand bearbeitet um die perfekte Form zu finden. Nachdem die Pedale fertig angepasst waren konnten sie mit einem 3D-Scanner wieder eingescannt werden und weiter für die Verarbeitung genutzt werden. Dies wurde mit mehreren Teilen des Autos so gehandhabt.

Koenigsegg Automative produziert jährlich nur wenige Fahrzeuge. Aus diesem Grund wird in den letzten Jahren immer häufiger auf 3D-Druck gesetzt. So kann nicht nur der Entwicklungsprozess optimiert werden sondern auch die Produktion. Vom One:1 wurden neben dem Prototypen sechs Stück produziert bzw. sind gerade in der Produktion. Ein Wagen kostet um die 2 Millionen Euro.

Das Interview mit Christian von Koenigsegg:

3D Printing: Titanium, Carbon Fiber, & The One:1 – /INSIDE KOENIGSEGG

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(C) Pictures: Koenigsegg / Mit Informationen von Wikipedia

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