Home Medizin Bayern Kapital investiert in 3D-Druck-Medizintechnik Startup Mecuris

Bayern Kapital investiert in 3D-Druck-Medizintechnik Startup Mecuris

Bayern Kapital beteiligt sich an der sechsstelligen Seed-Finanzierungsrunde des Münchener Startups Mecuris, das Orthopädietechnikern und Ärzten eine Plattform zur Erstellung von patientenspezifischen orthopädischen Hilfsmitteln, die additiv gefertigt werden, zur Verfügung stellt.

Der Markt für orthopädische Hilfsmittel wächst durch den demographischen Wandel und Zivilisationskrankheiten wie Diabetes stetig, allerdings bei steigendem Kostendruck. Auch in der Orthopädietechnik, einem stark handwerklich geprägten Gewerbe, sind in Zeiten zunehmender Digitalisierung innovative Lösungen gefragt.

Mecuris wurde 2016 als Spin-off des Klinikums der Universität München gegründet und bietet eine webbasierte, intuitiv zu bedienende Plattform für Kranken- und Sanitätshäuser. Damit lassen sich Orthesen und Prothesen ohne Konstruktionsvorkenntnisse designen und mit Hilfe von bildgebenden Verfahren wie CT oder Scannen automatisiert an die jeweilige Anatomie des Patienten anpassen. Durch die additive Fertigung dieser maßgeschneiderten Hilfsmittel kann die Produktionszeit von Wochen und Monaten auf nur wenige Werktage reduziert werden. Zu den Produkten zählen beispielsweise Fuß- oder Obeschenkelprothesen sowie Orthesen zur Stabilisierung der Halswirbelsäule oder Cover für Unterschenkelprothesen.

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Dr. Georg Ried, Geschäftsführer von Bayern Kapital, erläutert:

“Die technologische Expertise des Gründerteams sowie die deutliche Arbeitserleichterung für Ärzte und Orthopädietechniker haben uns von Mecuris überzeugt. Der Gewinn an Lebensqualität für die Patienten durch absolut passgenaue Formgebung, moderne Designs und funktionale Mehrwerte wie Atmungsaktivität ist unbezahlbar”.

Wolf-Peter Werner, CFO von Mecuris, erklärt:

logo-mecuris-blue-new-no-background-e1475591764165“Unsere Plattform ist ein selbstlernendes System, welches Verfahren aus der Künstlichen Intelligenz und medizinischen Bildverarbeitung verwendet. Die Produktion der orthopädischen Hilfsmittel erfolgt dann dezentral mittels additiver Fertigungstechnologie in für die Herstellung zertifizierten 3D- Druckzentren.”

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