Home Forschung & Bildung iFix-Pen: Augenerkrankungen mit 3D-Strukturen behandeln

iFix-Pen: Augenerkrankungen mit 3D-Strukturen behandeln

Um die Vermarktung des iFix-Stiftes, ein BioPen welcher zur Behandlung von Augenwunden eingesetzt werden kann, voranzutreiben, erhielten die Erfinder des Stiftes nun 1,1 Millionen US-Dollar Förderung vom NSW Medical Devices Fund.

Entwickelt wurde der iFix von Professor Gerard Sutton und seinem Forscherteam von der Universität Sydney sowie der Universität Wollongong. Dieser BioPen dient zur Versiegelung von Augenwunden zur weiteren Behandlung von Hornhautulzeration und ist überdies in der Lage die aktive Wundheilung zu fördern sowie Narbenbildung zu reduzieren.

Hornhautulzerationen stellen vor allem in Entwicklungsländern und ärmeren Gebieten eine der Hauptursachen für Blindheit dar. Alleine in Australien werden jährlich rund 55.000 Menschen mit Hornhautverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Um die Behandlung dieser Krankheit nun zu vereinfachen, entwickelten Professor Gerard Sutton und sein Team das iFix-System.

Der iFix-Pen verteilt ähnlich wie herkömmlicher 3D-Druckstift eine 3D-gedruckte Struktur direkt ins Auge des Betroffenen. Diese Struktur hilft den Hornhautzellen bei der Regeneration und fungiert zugleich als biologische Barriere gegen anhaltende Schäden, einschließlich Infektionen. Für die 3D-Struktur nutzt der iFix eine spezielle Bioink-Formulierung.

Das gesamte iFix-System basiert auf dem geistigen Eigentum und ist im Besitz von der Universität von Sydney sowie dem South Eastern Sydney Local Health District. Erste Forschungsergebnisse zeigten, dass der Einsatz des BioPens das Schmerzgefühl des Patienten minimiert und zugleich die Genesungszeit in Kombination mit Antibiotika verkürzt.

Um diese revolutionäre Technologie nun auch der breiten Masse zugänglich zu machen erhielten die Erfinder eine Förderung in Höhe von 1.1 Millionen US-Dollar vom NSW Medical Devices Fund. Bereits im letzten Jahr konnte das iFix-System in der Innovations-Challenge “The Big Idea” von Sydney Research überzeugen. Das Konzept erzielte den ersten Platz in diesem Wettbewerb und somit eine Gewinnsumme von $ 45.000.

© University of Sydney / (Von links nach rechts) Professor Gordon Wallace, Professor Gerard Sutton und NSW Minister für medizinische Forschung, Brad Hazzard im Parlamentsgebäude

“Der iFix-Stift ist ein Teil eines gesamten Hornhaut-Biotechnik-Projekts und mit der Unterstützung von The Big Idea und dem Medical Devices Fund, hoffen wir auch, dass wir in den nächsten fünf bis zehn Jahren eine 3D-Bioengineering-Hornhaut entwickeln können,” kommentiert Professor Sutton.

Erste Versuche mit Menschen werden bereits im nächsten Jahr erwartet.

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