Erstes 3D-gedrucktes Haus in Frankreich wird bezogen

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Das Projekt Yhnova kommt jetzt zu einem erfolgreichen Ende. Das mit 3D-Druck hergestellte Haus ist fertig und wurde als erstes 3D-gedrucktes Haus in Frankreich bezogen.

Bereits im März haben wir vom Projekt Yhnova berichtet. Das Wohnbauprojekt ist in Zusammenarbeit zwischen der Universität von Nantes, Bouygues Construction, Lafarge Holcim TICA architectes & urbanistes und der Organisation Nantes Métropole Habitat entstanden. Der ursprüngliche Einzugstermin für die Sozialwohnung wurde beinahe eingehalten: statt Juni 2018 wurde es jetzt Juli 2018.

Das Haus besitzt eine Wohnfläche von 95m² und 4 Schlafzimmer. Es wurde mit der Methode BatiPrint3D hergestellt. Bei diesem Verfahren wird ein spezielles Material von einem Roboterarm Schicht für Schicht aufgebracht. Im Gegensatz zu vielen anderen 3D-Druckern kann bei BatiPrint3D jedoch mehr als ein Material verwendet werden. So kann ein Schaumstoff gedruckt werden, ein spezielles Isoliermittel und eine Betonmischung. So können sehr gut isolierte Wände erzeugt werden, die lange Haltbar sind.

Die Kosten für den Bau sollen rund 20% unter konventioneller Bauweise liegen. Die Druckdauer hat 54 Stunden gedauert, das Entwicklerteam will diese aber auf etwa 33 Stunden senken. Am längsten hat der Einbau von Fenstern, Türen und Decken gedauert (etwa 4 Monate).

Eine Vielzahl an Sensoren soll jetzt im Realbetrieb messen wie sich das 3D-gedruckte Haus verhält. So sollen Luftqualität, Luftfeuchtigkeit, Temperatur und die Materialqualität laufend festgehalten werden. Neben der wissenschaftlichen Auswertung soll so auch effizientes Lüften den Energieverbrauch minimieren. Als nächstes sollen 18 Häuser nördlich von Paris gedruckt werden. Aber auch ein kommerzielles Bauwerk mit 700m² Grundfläche ist schon geplant.

Yhnova Batiprint3D™ in Nantes

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