Home Nachrichten GCode kann durch die Geräusche des 3D Druckers rekonstruiert werden

GCode kann durch die Geräusche des 3D Druckers rekonstruiert werden

Während der Internationalen Konferenz für Cyber-physische Systeme in Wien stellten US-amerikanische Forscher einen Weg vor 3D Drucker “auszuspionieren”.

Das Forscherteam, rund um Mohammad Al Faruque, der Universität Kalifornien zeigte wie mit einer Tonaufnahme des 3D Druckprozesses der gcode zu 90% wiederhergestellt werden konnte. Sie entwickelten einen Software Algorithmus, der nur durch den Ton des 3D Druckers bestimmen kann welches Objekt dieser herstellt.

Ein 3D Drucker, respektive ein FDM/FFF 3D Drucker, erzeugt durch die verschiedenen Motoren, die den Druckkopf präzise platzieren, Geräusche. Diese unterscheiden sich je nach dem wie lange der Motor braucht um die Position zu erzeugen.

Mohammad Al Faruque, erzählte dem ORF in einem Interview:

„Wir haben herausgefunden, dass das Druckgeräusch Aufschluss über den Programmcode gibt, der den Drucker steuert. Im Grunde haben wir dann einfach diesen Code aus den verschiedenen Klängen rekonstruiert“

Dieser Fakt kann theoretisch zur Industrie Spionage genutzt werden. Die Forscher gehen sogar weiter und meinen, dass sogar Vibrationen statt Tönen eingesetzt werden könnten.

„Bei einem Gerät gibt es gute und schlechte Geräusche – lernt man diesen Code zu entschlüsseln, könnte man dadurch auch erkennen, ob das System beispielsweise angegriffen wurde usw.“

Zum Glück geben die Forscher eine passende Lösung. Und zwar einen eigenen Ton, ein weißes Rauschen, in den gcode einzubauen.

Die Empfehlung der 3Druck.com Redaktion ist es bei dem Druck von sehr wichtigen Objekten, die auf keinen Fall gestohlen werden dürfen, den Radio einzuschalten!

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