Individuelle Serienfertigung: Materialise und HP kooperieren für 3D-gedruckte Einlegesohlen

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HP integriert die Software für 3D-Design-Automatisierung und Produktionsmanagement vom 3D-Druck-Spezialisten Materialise in seine FitStation. Die FitStation powered by HP ist eine umfassende Lösung für individuelle Schuhe und 3D-gedruckte Einlagesohlen sowie andere maßgeschneiderte Fußbekleidung.

Mit der FitStation hat HP vergangenes Jahr eine Hard- und Software-Plattform kombiniert mit 3D-Scanning, Ganganalyse und dynamische Fertigungstechniken präsentiert, um so maßgeschneiderte und individuelle Fußbekleidung herstellen zu können. Dabei werden Füße dreidimensional gescannt und es finden Fußdruckmessungen sowie Ganganalysen statt. Zusammen mit den volumetrischen 3D-Scan-Daten wird ein digitales Fußprofil generiert. Produkte wie 3D-gedruckte Schuheinlagen werden danach mittels HP Multi Jet Fusion Drucktechnologie angefertigt.

End-to-End Lösung

Um das System weiter zu optimiere hat HP nun eine Software von Materialise für 3D-Design-Automatisierung, Druckvorbereitung und Produktionsmanagement integriert. Kunden auf Abruf individualisierte Serienprodukte herstellen. Somit wird eine End-to-End Lösung zur Fertigung 3D-gedruckter, vollständig individualisierter Schuheinlagen geboten.

Materialise 3D gedruckte sohle HP MJF1 - Individuelle Serienfertigung: Materialise und HP kooperieren für 3D-gedruckte Einlegesohlen
Bild: Materialise

Mit der Materialise Software Suite, die über die Partnerschaft mit RS Print in Fitstation integriert werden wird, können Hersteller innovative und individuelle Schuheinlagen entwerfen. Die Software steuert und automatisiert den Druckvorbereitungs- und Produktionsprozess für die Einlagen, so dass die Hersteller ihr 3D-Druck-Geschäft effizient und zuverlässig skalieren können.

„3D-Druck verspricht, die Schuhindustrie zu revolutionieren, da die Technologie ein noch nie dagewesenes Maß an Individualisierung erlaubt“, sagt Fried Vancraen, CEO von Materialise. „Dadurch ist es möglich und kostengünstig, vollständig personalisierte Produkte in Serie herzustellen. Als komplementäre Fertigungstechnologie ermöglicht der 3D-Druck grundlegende Designoptimierungen und funktionale Verbesserungen – wie zum Beispiel leichtere Konstruktionen, die mit herkömmlichen Fertigungstechnologien nicht möglich sind.“

3D-Druck ermöglicht Unternehmen außerdem den Übergang zu einem durchgängigen digitalen Produktionsprozess mit einer dezentralen On-Demand-Fertigung. Dadurch können Einzelhändler Produkte verkaufen, die sie nicht auf Lager halten müssen. Außer mit der Minimierung von Lagerhaltungskosten und -risiken kann der Handel auch mit weniger Retouren rechnen, indem er seinen Kunden eine passgenaue und individuelle Gestaltung bietet.

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