Home Pressemeldungen Multec druckt Hubschrauber-Windkanalmodell für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Multec druckt Hubschrauber-Windkanalmodell für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Auf Anfrage des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt entstand Ende 2019 ein 3D-gedrucktes Hubschrauber-Windkanalmodell mit einer Länge von ca. 180cm. Das Modell wurde mit dem industriellen Großraumdrucker Multec Multirap M800 hergestellt.

Durch den Herstellungsprozess im 3D-Druck können Innenbereiche größtenteils hohl gedruckt werden, lediglich besonders beanspruchte Bereiche werden gezielt verstärkt und mit größeren Wandstärken und Füllgraden versehen. So wiegt das Modell trotz seiner Größe lediglich 7,5kg und hält im Windkanal Windgeschwindigkeiten von bis zu 270km/h stand.

Hubschraubermodell im DNW NWB Windkanal. Credit :© DLR
Hubschraubermodell im DNW NWB Windkanal. Credit :© DLR

Als Material kommt Multec PLA-HT zum Einsatz, das Material zeichnet sich
durch hohe Festigkeiten und Temperaturbeständigkeiten aus. Zur Vermeidung
falscher Messwerte durch Verwirbelungen sind bei Windkanalmodellen
perfekte Oberflächen gefordert. Das gedruckte Modell wurde also
anschließend abgeschliffen und lackiert. Durch die gute Nachbearbeitbarkeit
(Schleifen, Bohren, etc..) ist PLA-HT optimal für lackierte Bauteile geeignet.

Gegenüber der konventionellen Herstellung von Windkanalmodellen aus
Faserverbundwerkstoffen ist der 3D-Druck schneller und günstiger.
Bei konventioneller Fertigung müssen zunächst Formen gefräst werden,
welche dann zur Herstellung von Bauteilen aus Glas-/Kohlefaser-
Verbundwerkstoffen dienen. Der Formenbau erfordert meist mehrteilige
Formen und ist zeit- und kostenintensiv. Die Herstellung der Bauteile erfolgt
häufig im Handlegeverfahren und ist ebenfalls mit hohem Aufwand verbunden.
Im 3D-Druck können auch komplexe Geometrien in einem Arbeitsvorgang
abgebildet werden. Der Formenbau entfällt komplett – je nach Bauteilgröße ist
das gedruckte Bauteil innerhalb weniger Werktage einsatzbereit – Mit dem
optionalen Highspeed-Druckkopf sind Bauteile dieser Größenordnung
innerhalb von 2 Werktagen realisierbar. Durch den additiven Aufbau des
Modells wird Material nur dort aufgetragen, wo es benötigt wird – es fällt im
Vergleich zur spahnenden Bearbeitung nahezu kein Abfall an.

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