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Sieg für HAGE3D-Rennboliden!

Nach einem tollen Rennergebnis im Vorjahr (wir berichteten), gingen die kreativen Mitarbeiter des Hightech-Unternehmens HAGE Sondermaschinenbau beim diesjährigen Conrad Akkurace mit einem neu designten, technisch verfeinerten Gefährt an den Start. Mit dem selbstentwickelten Rennboliden, der durch zwei handelsübliche Akkubohrschrauber angetrieben wird und dessen Teile aus dem von HAGE entwickelten 3D-DruckerHAGE 3Dp-A2“ stammen, gelang es ihnen, den Erfolg vom Vorjahr zu überbieten und sich unter 47 teilnehmenden Teams die Goldmedaille in der Konstruktionswertung zu holen!

Neben Design, Fahrverhalten und der Herstellung der Hauptkomponenten mittels Additive Manufacturing ließ vor allem das neuartige Steuerungskonzept den HAGE-Rennboliden unter allen anderen Fahrzeugen herausragen. Denn wenn man einen Blick auf das Fahrzeug wirft, sucht man vergebens nach Gas- und Bremspedalen sowie einer Betätigungsmöglichkeit für das vollautomatische und stufenlose Nabengetriebe am Hinterrad. Grund dafür ist das Lenkrad, welches zur Gänze aus dem hauseigenen 3D-Drucker stammt. Unter dem aus der Formel 1 bekannten Begriff „drive by wire“, werden alle Funktionen des Fahrzeuges über zwei Joysticks am Lenkrad in elektronischer Form an die Hauptantriebe weitergegeben. Elektronik und Software wurden ebenfalls vom HAGE-Team in Eigenregie entwickelt und so gab es heuer erstmals ein Fahrzeug mit USB-Anschluss. Ein speziell für dieses Rennen konstruiertes Monocoque entstand aus mehreren Druckteilen, wobei jedes einzelne eine Maximalabmessung im Druckraum für sich beschlagnahmt hat. Laminierungen mit ein paar Lagen Glasfasern und Polyesterharz verstärkten den Formling aus dem 3D-Drucker dermaßen, dass trotz denkbar geringem Gewicht eine enorme Formstabilität sowie auch Steifigkeit des Grundkörpers festzustellen war. Desweitern nutzten die Entwickler den 3D-Drucker zur Herstellung von Kabelhalterungen, Führungen und auch Elektronikboxen.

Alexander Wurz, Ex-F1 Rennfahrer und LeMans-Sieger, kührte den Rennboliden aus dem 3D-Ducker zum Gewinner der Konstruktionswertung. Miss Austria Julia Furdea sicherte sich für ein abschließendes Gruppenfoto den Platz im Fahrzeug und rundete das prominent dotierte Spektakel für das HAGE-Team ab. Das nächste Ziel des Racing-Teams lautet nun: Sieg in der Renn-Kategorie. Die Ideen für das Fahrzeug, das beim Akkurace 2016 an den Start gehen wird, warten nur darauf, umgesetzt zu werden.

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Als erfahrener Sondermaschinenbauer mit jahrzehntelanger Erfahrung entdeckte HAGE bereits früh den Bereich 3D-Druck und Additive Fertigung. Im Jahr 2014 wurde mit dem HAGE3DPa2 der erste 3D-Drucker auf den Markt gebracht. Im Laufe der Jahre konnte das Team aus Experten des Maschinenbaus, Ingenieuren sowie Kunststofftechnikern und erfahrenen Konstrukteuren die Produktpalette und somit verbunden die Materialvielfalt und Bauteilgröße deutlich erweitern. Die Grundtechnologie ist dabei die Werkstoffextrusion, deren großer Vorteil die hohe Materialvielfalt ist. Die stabilen HAGE3D-Druck-Lösungen mit Industriesteuerung für hochdynamische FFF Rapid Prototyping Prozesse (Schmelzschichtverfahren) versprechen Detailgenauigkeit, Wiederholgenauigkeit und höchste Präzision. Die großen Bauräume der HAGE3D 3D-Drucker werden für die Herstellung von funktionalen und Design-Prototypen, Halterungen, Vorrichtungen sowie Funktionsbauteilen und Kleinserien verwendet.