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Nefilatek recycelt Müll zu 3D-Druck-Filament

Nefilatek kauft Müll aus Montreal um daraus neues Filament für den 3D-Druck zu machen. Dadurch sollen gebrauchte Kunststoffe wieder für eine neue Verwendung offen stehen, ohne dass aufwendig neues Erdöl gewonnen werden muss.

Heute ist es zumindest in der Industrie an vielen Standorten weltweit schon üblich Kunststoff sortenrein zum Recycling zu bringen. Denn wenn Kunststoffe nicht vermischt wurden kann man diesen erneut verwenden, wie etwa zur Herstellung von Filament. Nefilatek möchte genau das machen, gebrauchten Kunststoff von Recycling-Firmen kaufen und daraus dann Filament herstellen. Dabei greift Nefilatek ausschließlich auf gebrauchten Kunststoff zurück:

All our filaments are made from 100% recycled raw materials, we don’t have any virgin plastic in our filament.

Aktuell bietet Nefilatek nur 2 Materialien an: ABS und HIPS. Das ABS ist ein absoluter Klassiker unter den Filamenten. Doch ABS hat beim 3D-Druck auch Nachteile: ein hoher Ausstoß an UFPs etwa, die höhere notwendige Temperatur und Warpingprobleme beim 3D-Druck. Auch HIPS besitzt einige zum Teil ähnliche Nachteile. Daher sollten beide Materialien nur mit Vorsicht und in geschlossenen Bauräumen mit Filtern eingesetzt werden.

Die Forschungsabteilung von Nefilatek arbeitet aber auch schon an neuen Materialien. So soll etwa ein PC Filament in naher Zukunft folgen. Aber auch mit Carbonfaser verstärkte Filamente sind aktuell in Forschung und könnten in weiter Zukunft folgen. Angel Chauffray aus der Forschungsabteilung hat gegenüber 3dprint.com zudem bestätigt, dass das Filament eine Toleranz von +/- 0,05mm aufweist und genau wie herkömmliches Filament vom gleichen Kunststofftyp verarbeitet werden kann und auch die gleichen Eigenschaften danach besitzt.

they’ve reached an industrial tolerance for the filament diameter 1.75mm +/- 0.05, it performs at least as well as other filaments with this tolerance.

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Quellenefilatek
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Dominik studiert derzeit Wirtschaftsinformatik an der TU-Wien. Seit mehreren Jahren beschäftigt er sich mit neuartigen Technologien und speziell mit 3D-Druck. In seiner Freizeit beschäftigt sich Dominik außerdem mit Embedded-Systems sowie deren Programmierung und ist außerdem ehrenamtlich bei mehreren Organisationen tätig.