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Materialise kooperiert mit Nikon und Essentium

Materialise NV, ein Anbieter von 3D-Druck-Lösungen, ist nicht nur eine Partnerschaft mit HP eingegangen, sondern auch mit den Unternehmen Nikon und Essentium. Die Firmen wollen gemeinsam die Produktivität und Konnektivität in der additiven Fertigung verbessern.

Die Partnerschaften wurden bei der RAPID+TCT Conference 2019 in Detroit angekündigt. Materialise gab außerdem bekannt, dass im Juni 2019 eine neue Version seiner 3D-Druck-Produktionsmanagement-Software Streamics 8 veröffentlicht wird.

Die Entwicklung besserer Maschinen, Materialien und Software sowie eines fortschrittlichen 3D-Metalldrucks positionieren den 3D-Druck zunehmend als ergänzende Technologie für die Herstellung von Endprodukten. Mit den Fortschritten wächst in den Industrieunternehmen das Wissen um Möglichkeiten und Wettbewerbsvorteilen der additven Fertigung.

Strategische Kooperationen mit Nikon und Essentium

Durch den Kostendruck im heutigen Wettbewerbsumfeld setzen Dienstleister und Industriebetriebe zunehmend auf Software und Automatisierung mit dem Ziel, die Produktivität und Effizienz im 3D-Druck-Prozess zu steigern. Dies gilt insbesondere für die additive Fertigung von Metall. Materialise arbeitet mit Nikon zusammen, einem Anbieter fortschrittlicher Optoelektronik und Präzisionstechnologie, um den Einblick in den 3D-Druck-Prozess zu verbessern. Diese Forschungsaktivitäten, die von der Materialise-Software und der Materialise Control Platform unterstützt werden, zielen darauf ab, Anwendern mehr Kontrolle zu geben und die Produktivität durch die Analyse des Bauprozesses zu steigern.

Materialise und Essentium, ein Innovator von disruptiven 3D-Druck-Lösungen für die industrielle additive Fertigung, gingen im November 2018 eine strategische Partnerschaft ein, um gemeinsam den industriellen 3D-Druck voranzutreiben und zu skalieren. In einem ersten Schritt zu diesem Ziel haben die Unternehmen die Integration der Magics Essentials-Software von Materialise mit der Essentium High Speed Extrusion (HSE) 3D-Druckplattform angekündigt. Dies schafft eine offene und vollständige Plattform für die industrielle 3D-Fertigung im Maßstab, ohne dass die Genauigkeit oder Geschwindigkeit beeinträchtigt werden muss.

Materialise Streamics 8: Bessere Einbindung in die industrielle Produktionskette

„Trotz des gestiegenen Bewusstseins für das Potenzial des vernetzten, industriellen 3D-Drucks sind die hauseigenen 3D-Druck-Produktionsprozesse oft noch isolierte Knotenpunkte“, erläutert Stefaan Motte, Vice President und General Manager der Materialise Softwareabteilung. „Mit der Einführung von Streamics 8, unserem Softwaretool zur Verwaltung und Rationalisierung von 3D-Druck-Abläufen, möchte Materialise diese isolierten Knotenpunkte in produktive und integrierte Produktionsanlagen verwandeln. Erreicht wird dies durch seine Anbindung an bestehende Produktions-Management-Systeme und durch Ergänzung spezifischer Funktionen zur additiven Fertigung.“

Durch das vollständig konfigurierbare Web-Portal können entfernte Konstruktionsabteilungen besser mit der Produktion interagieren, um das Design zu optimieren und die Produktionskosten zu minimieren. Die web-basierte API ermöglicht eine einfachere Integration der 3D-Druckproduktionsumgebung in bestehende Geschäfts- und Produktions-IT-Systeme – ein wichtiger Schritt, um den 3D-Druck zu einem integralen Bestandteil des gesamten Fertigungsprozesses zu machen.

Streamics 8 bietet auch mehrere erweiterte Funktionen zur Produktivitätssteigerung, einschließlich eines automatischen Nestings zur optimalen Bauraumausnutzung über mehrere Bauplattformen hinweg, was die Druckvorbereitung effizienter macht. Mit der Nesting-Funktion können Benutzer mehrere Teile einfach per Drag & Drop in den Baujobplaner einfügen, der die Teile automatisch verschachtelt und die entsprechende Anzahl von Bauprozessen erstellt. Der automatisierte Verschachtelungsprozess kann die jährlichen Arbeitskosten deutlich senken.

Mit der Einführung von Streamics 8 ebnet Materialise weiterhin den Weg zum Digital Rights Management (DRM) im 3D-Druck. DRM bietet Herstellern eine zuverlässige, sichere Möglichkeit, hochwertige Endteile zu drucken und dies über ein globales verteiltes Produktionsnetzwerk zu skalieren. Da Streamics 8 den Schutz des Designs ermöglicht, müssen sie sich keine Sorgen machen. Materialise arbeitet mit Partnern zusammen, um einen echten, durchgängigen und sicheren 3D-Druck-Prozess zu etablieren, der es Anwendern ermöglicht, den Druck einer Datei auf vordefinierte Drucker zu beschränken, die notwendige Druckqualität zu garantieren und die Anzahl der Nachdrucke zu begrenzen.

Die Skalierung der additiven Fertigung setzt zudem voraus, dass sich jede einzelne Komponente vollständig zurückverfolgen lässt. Streamics 8 speichert automatisch alle relevanten Baudaten wie Seriennummern, Prozessparameter und Bauteilrevisionen und stellt sie jederzeit zur Verfügung. Mit Streamics 8 unterstützt Materialise sowohl Textlabel als auch Data Matrix Label. Data Matrix Label wandeln die alphanumerischen Daten von standardmäßig additiv gefertigten Labeln in einen Datamatrix-Code um, der sich automatisch auf einzelne Teile anwenden lässt. Diese Smart Tags sind kleiner und maschinenlesbar, reduzieren menschliche Fehler und automatisieren den Nachbearbeitungsprozess weiter.

Mit Streamics 8 kündigt Materialise die Unterstützung von MTConnect an, was eine bessere Überwachung von MTConnect-fähigen Geräten, wie beispielsweise ausgewählten Stratasys 3D-Druckern, ermöglicht. Darüber hinaus bietet Streamics 8 eine bessere Maschinenüberwachung für Arcam- und HP-Drucker durch spezielle Build-Prozessoren. Die Live-Überwachung wichtiger Maschinenparameter auf dem Streamics-Dashboard, einschließlich Maschinenzustand und verstrichener Produktionszeit, bietet dem Bediener mehr Kontrolle über den Produktionsprozess und verbessert die Gesamtproduktivität.

Materialise ist überzeugt, dass offene Werksnormen wichtig sind, um eine bessere Konnektivität und einen effizienteren Betrieb zu ermöglichen, und plant, in Zukunft andere Maschinenkommunikationsstandards wie OPC-UA zu unterstützen.

Streamics 8 wird im Juni 2019 verfügbar sein. Weitere Informationen findet man direkt auf der Webseite von Materialise.

Erweiterte Simulationsfunktionen

Außer Streamics 8 führt Materialise die zweite Version seiner Simulationssoftware ein, die erhebliche Geschwindigkeitsverbesserungen und erweiterte Simulationsfunktionen bietet. Materialise Simulation 2.0 vereinfacht die Verwaltung der Simulation und macht sie einem breiteren Publikum zugänglich. Bediener können damit einen virtuellen Prototypen erstellen und so das Verhalten eines Teils während der physischen Produktion vorhersagen und analysieren. Die Software trägt so dazu bei, den Druckauftrag vorab zu optimieren und die Anzahl von Fehlern und kostspieligen Nachdrucken zu reduzieren.

Materialise Simulation 2.0 verarbeitet Daten bis zu neunmal schneller und kann auch größere Dateien verarbeiten. Zu den neuen Simulationsfunktionen gehört die „Bauteilkompensation“, mit der Anwender die wärmebedingte Bauteilverformung vorhersagen und kompensieren können. Die neue Version ermöglicht zudem die Simulation der Wärmediffusion, wodurch sich eine Überhitzung während des Druckprozesses verhindern lässt. Materialise Simulation 2.0 ist als optionales Modul mit Materialise Magics 23 erhältlich.

Der Artikel basiert auf eine Pressemeldung von Materialise

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