Home 3D-Drucker Creality HALOT-ONE PLUS Review: Verbesserte Beleuchtungstechnologie mit vielen Quality-of-Life-Funktionen

Creality HALOT-ONE PLUS Review: Verbesserte Beleuchtungstechnologie mit vielen Quality-of-Life-Funktionen

Der Name Creality steht eigentlich schon für sich und verspricht neben einem hohen Maß an Präzision auch eine intelligente Technik und eine benutzerfreundliche Handhabung, die auch für Einsteiger geeignet ist.

Mit dem neuen HALOT-ONE PLUS ist es Creality nun wieder gelungen, die Latte ein Stück höher zu setzen und diesmal bringen sie eine neue, bessere Technik mit, die die Druckgenauigkeit und -zuverlässigkeit nochmals erhöht.

Creality bietet derzeit allen KundInnen einen Rabatt von 15 %, wenn man zwischen 15. und 20. Juli eines ihrer Produkte aus ihrem Online-Shop bestellt. Dies gilt für alle ihre Produkte.

Neue Generation von 3D-Druckern

Der HALOT-ONE PLUS ist nur einer von einer ganzen Generation an neuen 3D-Druckern, die Creality seit Anfang des Jahres veröffentlicht hat. Neben dem HALOT-ONE PLUS gibt es den Creality HALOT-ONE PRO, den Creality HALOT-ONE, aber auch den HALOT-LITE, den HALOT-SKY und den HALOT-MAX. Alle Modelle besitzen einen leistungssstarken Prozessor und sind auch mit der neusten Beleuchtungstechnologie ausgestattet.

Mehr über Crealitys HALOT-SKY finden Sie hier, und mehr über den HALOT-LIGHT finden Sie hier.

Lieferumfang, Verpackung und Optik

Creality hat sich bereits hier viel Mühe gegeben und hat nicht nur allerhand Werkzeug beigelegt, das man brauchen könnte, sondern den Drucker auch so verpackt, dass man sich keine Sorgen um den Transport machen muss. Alles was beschädigt werden kann wurde in mehreren Schichten wasserfest verpackt und gegen Stöße maximal abgesichert.

Das Gehäuse ist ein dunkles Midnight-Blue und hat eine Basis mit glänzend schwarzer Front und mattschwarzen Seiten. Mit einer Druckplattform aus reinem Metall wird der hochwertige Look noch verstärkt. Der 5-Zoll-HD-Multi-Touch-Bildschirm,dient als Benutzeroberfläche und reagiert bei Berührung angenehm schnell. Obwohl der Bauraum mit 172 x 102 x 160 mm nicht gerade klein ist, ist der Drucker von außen recht kompakt, sodass sich leicht ein stabiles Örtchen zum Abstellen finden lässt.

Lieferumfang

1x Bedienungsanleitung
1x Vormontierter Drucker
1x Druckplatte
1x Resinbecken
1x Metallspachtel für das Druckbett
1x Kunststoffspachtel für FEP-Folie im Becken
3x Winkelschraubenzieher (in 3 verschienden Größen)
1x USB-Stick mit Software, Anleitungen und Modellen
1x Netzkabel
1x Resinfilter
1x Ersatz FEP-Folie

 

Technische Details

Druckvolumen 172 x 102 x 160 mm
XY Auflösung 4320 x 2560 (4K)
XY Genauigkeit/Pixelgröße 0,04 mm (40 μm)
Druckgeschwindigkeit 1-4s pro Layer (je nach Resin)
Z-Genauigkeit / Schichtdicke 0,01-0,2 mm
Bedienfeld 5-Zoll farbig
Wellenlänge des UV-Lichts 405 nm
Stromversorgung 100-240 V  50/60Hz
Leistung 100W
Größe 236 x 243 x 418 mm
Gewicht 6,9 kg

 

Integral Light Source

Typischerweise wird bei dem Resin-3D-Druck eine UV-LED-Matrix verwendet, bei der viele kleine LEDs in einem Raster angeordnet sind. Hierbei handelt es sich also um Parallel Emission. Nachteile sind hier jedoch, dass die Beleuchtung nicht besonders gleichmäßig ist, und wenn auch nur eine einzelne LED defekt ist, die erhebliche Auswirkungen auf die Druckqualität hat und der Drucker meist nicht mehr zu retten ist, außer man kauft teure Ersatzteile.

Creality hat jedoch einen anderen Ansatz: Statt eines LED-Rasters verwenden sie einzelne LED-Einheiten, die durch die Lichtspiegelung und Lichtbrechung die gesamte Druckfläche beleuchten. Dies führt nicht nur zu einem bedeutend genauerem Druckergebnis, es erhöht auch die Gleichmäßigkeit der Druckbedingungen, was für BenutzerInnen eine erhebliche Erleichterung bietet. Zudem können sich BenutzerInnen Geld sparen, da eine defekte LED leichter kompensiert werden kann, was die Lebensdauer des Druckers nochmals erhöht.

Im direkten Vergleich erreicht die Gleichmäßigkeit der Beleuchtung bei der neuen Lichteinheit, der Integral Light Source, bis zu 94,05 %, wobei die Gleichmäßigkeit bei der Parallel Emission nur 73,4 % erreicht hat. Diese erhöhte Gleichmäßigkeit spiegelt sich in einem zuverlässigen und präzisen Druck mit hohem Oberflächenglanz wider.

 

HALOT-ONE PLUS
Andere Drucker
AVE: 3915 AVE: 3618
Max: 3985 Max: 4401
Min: 3748 Min: 3229
Gleichmäßigkeit: 94,05 % Gleichmäßigkeit: 73,4 %
Größe: 7,9-Zoll Größe: 6,6-Zoll
Mechanische Verbesserungen

Zwei Linearschienen halten die z-Achse besser in Position und verhindern jegliches Ruckeln beim Auf- und Abfahren. Zudem bringt eine T-förmige Spindel eine extrem stabile Bewegung, was sich auf die Schichtqualität und das Risiko der Schichtabweichung auswirkt. Der Kreativität sind somit keine Grenzen mehr gesetzt, da selbst komplexeste Strukturen höchst präzise gedruckt werden können.

4 Schrauben stabilisieren die Druckplattform
Intelligenter Drucker

Auch hier hat sich Creality ganz der kreativen Freiheit versprochen, denn neben einer Schnittstelle für die Creality Cloud App, mit der man Zugriff auf eine umfangreiche Modellbibliothek erlangt, bietet der HALOT-ONE PLUS auch die Möglichkeit des vollständigen Fernzugriffs. Neben Cloud-Slicing sind auch andere Funktionen per Remote-Zugriff steuerbar: Mit einem Klick lässt sich ein Druck starten und auch laufend überwachen. Der Drucker kann also immer und überall bedient werden. Creality greift hier vor allem künstlerisch angehauchten BenutzerInnen unter die Arme, da die besten Ideen meist zu den ungünstigsten Zeiten kommen und diese meist sofort umgesetzt werden müssen.

OTA-Online Updates können ebenfalls über die Creality Cloud App oder direkt auf dem Drucker durchgeführt werden, sodass die Software nie veraltet sein muss. Der HALOT-ONE PLUS ist zudem mit einer Vielzahl von Slicing-Software kompatibel. Für unsere Tests haben wir Chitubox V1.9.2 verwendet.

Einrichtung und Kalibration

Der Drucker kann relativ schnell in Betrieb genommen werden. Hierfür muss man bevor das Becken im Drucker montiert wird, die Schrauben, die die Druckplattform in Position halten, lockern. Anschließend muss der Drucker per Nivellierung nach ganz unten gefahren werden, sodass die vier Schrauben, die die Druckplattform in Position halten, wieder festgezogen werden können. Die Nivellierung ist zwar etwas schwammig gestaltet, da sich die Plattform zuerst ganz nach oben fährt, bevor diese sich wieder herabsenkt. Weiter schlimm ist das allerdings nicht, da die Geschwindigkeit der Bewegung der z-Achse relativ schnell ist und diese Art der Bewegung die Genauigkeit der z-Achse aufrechterhält.

Auch wenn all das am Anfang etwas mühselig erscheint, hält diese Vorrichtung die Plattform so perfekt in seiner Position, sodass hierdurch ebenfalls ein konsistentes Druckergebnis erwartet werden kann.

Nach dem ersten Einschalten muss der zunächst Sprache und Betriebsland eingestellt werden, danach kann man jedoch gleich mit dem ersten Druck fortfahren. Optional kann hier auch noch eine WLAN-Verbindung eingerichtet werden.

Für unseren Test haben wir den zusätzlichen Schritt unternommen, die Firmware zu updaten, was jedoch nicht zwingend notwendig ist. Dies lässt sich einfach in den Einstellungen über die WLAN-Verbindung durchführen.

Die Modelle lassen sich entweder über einen der USB-Ports oder über das Netzwerk starten. Wir haben uns erstmal für den beigelegten USB-Stick entschieden, um die Schreib- und Lesegeschwindigkeit dessen auch zu testen, wobei diese absolut ausreichend ist für alle unsere Modelle und dessen Kapazität ebenfalls zufriedenstellt.

Alle diese Schritte sind entweder knapp in der beigelegten Bedienungsanleitung beschrieben, oder etwas detaillierter in der digitalen Version, die über den QR-Code auf dem blauen Deckel des Druckers abrufbar ist.

QR-Code führt zu digitaler Anleitung

Druckverfahren

Nach der Auswahl der Modelle kommt schon eines der ersten Quality-of-Life-Features zum Vorschein, nämlich die Modellvorschau der ausgewählten Datei inklusive Zeit- und Schichtanzeige, sodass man immer sehen kann, wie weit der Druck gerade ist.

Während dem Betrieb ist der Drucker recht laut, was nicht zuletzt an der Kühlung für die neue Lichtquelle und dem starken Prozessor liegt. Dies stört aber nicht weiter, da man sich ohnehin nicht im selben Raum aufhalten sollte, wenn dieser in Betrieb ist.

Ebenfalls sind an den Rändern des blauen Deckels keine Gummidichtungen vorhanden, was einem eher weniger gut abgedichteten Gehäuse entspricht. Hier hat Creality ebenfalls einen anderen Ansatz und hat einen kleinen Luftfilter eingebaut, mit dem zumindest ein Teil des schädlichen Resin-Dampfes gefiltert wird.

Ergebnis

Die Qualität der Modelle ist wie zu erwarten sehr zufriedenstellend. Mit einer Druckauflösung von 0,04 mm in XY-Richtung und 0,01 mm in z-Richtung ist er auch in der Lage sehr klein und trotzdem sehr detailliert zu drucken.

Gedruckt wurde für alle Objekte mit Creality Standard Resin Plus in Grau. Wie bei jedem guten Kalibirerungsverfahren war das erste Modell das klassische „3D-Benchy“. Bei einer Höhe von 5 cm sind alle zu testenden Druckmuster sehr gut zur Geltung gekommen und sogar die vertikale, besonders filigrane Schrift auf der Rückseite des „Benchy“ ist höchst detailliert zu sehen. Ebenfalls auf der Rückseite hätte auch ein kleines Loch sein sollen, dieses wurde in unserem Fall jedoch fehlerhaft gedruckt sodass es mit einem Resin-Tropfen verstopft war. Das lag allerdings an den spezifischen Einstellungen und lässt sich mit ein bisschen Feintuning beheben. Ebenfalls fehlerhaft gedruckt wurde die „XYZ“-Aufschrift auf der Unterseite des „Benchy“, sodass hier nur eine glatte Oberfläche zu finden ist.

Nachdem das „Benchy“ aus dem Drucker genommen und vollständig ausgehärtet war, starteten wir eines der vorinstallierten Dateien, die auf dem USB-Stick zu finden waren. Dieses Modell nennt sich „Kholek Suneater“ und ist einem Charakter aus dem Spiel „Warhammer“ nachempfunden. Eine klassische Tabletop Figur eignet sich aber sowieso als ein guter Test für einen Resin-3D-Drucker, wie wir finden, weshalb wir hier auch die 7 Stunden Druckzeit in Kauf genommen haben.

Wegen der Größe der Figur stellte sich das Aushärten jedoch als recht schwer heraus, mit ein bisschen Kreativität löste sich jedoch auch dieses Problem schnell und die Figur war zur Begutachtung bereit.

Hervorragende Detailtreue

Anhand der beiden Figuren lässt sich sehr gut sehen, was Creality Drucker ausmacht: unvergleichliche Detailtreue mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Obwohl bei dem „Benchy“ die untere Anschrift nicht zu erkennen war, und wir hier nur eine glatte Oberfläche vorfanden, waren alle anderen Teile des Modells, also allerhand Überhänge, Kreise, sonstige Schriftzüge, etc., so glatt und genau zu sehen, dass es eine gewisse Neugier in uns auslöst, die Grenzen des Druckers voll auszutesten.

Dies spiegelt sich auch in der Tabletop Figur wider. Diese ist mit vielen kleinen Spitzen und Panzerungs-Teilen versehen, sodass hier die Detailtreue des Druckers maximal zur Geltung kommt.

Vorliebe für Quality-of-Life-Features

Angefangen mit der stabilen Befestigung des Druckbetts an der z-Achse hat Creality viele kleine Quality-Life-Features eingebaut, die zeigen, dass das Unternehmen sich neben der Qualität der Drucke auch einer angenehmen Handhabung verschrieben hat. Weitere Beispiele hierfür sind auch die Mengenangaben in Millilitern, die am Resinbecken angeschrieben sind, um ein besseres Resin-Management zu gewährleisten.

Doch auch im Bereich der Software schaffen die Remote-Bedienung per Creality-App und das Senden von Dateien und Modellen über das Heimnetzwerk kleine Abhilfen, die man hier und da doch zu schätzen weiß. Obendrauf gibt es dann auch noch die Möglichkeit für eine benutzerdefinierte Oberfläche, bei der man aus drei Farbschemen auswählen kann.

Messanzeige im Resin-Becken

Zusammenfassung

Vorteile
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Hohe Druckqualität dank neuer Integral Light Source-Technologie
  • Großer Bauraum bei kompaktem Design
  • Eingebauter Luftfilter
  • Viele Quality-of-Life-Features
  • Vorhandene Schnittstelle für Netzwerk und die Creality Cloud
  • Großes User-Interface
  • Luftfilter gegen Harzdämpfe
  • Weitreichende Slicer-Kompatibilität
Nachteile
  • Relativ Laut
  • Keine zusätzliche Gummiabdichtung gegen Dämpfe
  • Abo für Creality Cloud notwendig um alle Funktionen der App nutzen zu können

Fazit

Der Creality HALOT-ONE PLUS ist sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene NutzerInnen wärmstens zu empfehlen und verspricht ein hohes Maß an Detail. Mit einem Preis von 399 USD ist er in der mittleren Preisklasse zu verorten, rechtfertigt diesen jedoch mit hervorragender Qualität und einigen Funktionen, die den 3D-Druck etwas bequemer machen.

Zwei der bedeutendsten Neuerungen des HALOT-ONE PLUS sind, die neue Integral Light Source-Technologie und die mechanische Stabilität die der 3D-Drucker aufweist. Beides erhöht die Qualität des gedruckten Modells um Längen und sichert dem Creality HALOT-ONE PLUS einen permanenten Platz an unserer 3D-Druckstation zu.

Wenn wir Ihr Interesse für den neuen Creality HALOT-ONE PLUS geweckt haben, können Sie diesen direkt auf der Website des Herstellers bestellen oder direkt hier.

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