Home 3D-Drucker Desktop Metal stellt Metall-3D-Drucker mit 100-fach schnellerer Geschwindigkeit vor

Desktop Metal stellt Metall-3D-Drucker mit 100-fach schnellerer Geschwindigkeit vor

Das Startup Desktop Metal aus den USA hat zwei neue 3D-Drucker für Metall vorgestellt. Während das DM Studio System ein bürotaugliches Gerät für schnelles Prototyping ist, handelt es sich bei dem DM Production System um einen 3D-Drucker für die Serienfertigung von Metallteilen, der mit einer bis zu 100-fach schnelleren Geschwindigkeit als derzeitige laserbasierte 3D-Drucker am Markt arbeiten soll.

Desktop Metal wurde 2015 gegründet und konnte sich bislang Finanzierungen in der Höhe von $97 Millionen durch bekannte Investoren wie Google Ventures, Stratasys, GE Ventures und BMW sichern. Das mittlerweile über 100-köpfige Team unter der Leitung des Mitgründers und CEO Ric Fulop, setzt sich aus MIT Professoren und Experten aus den Bereichen Technik, Software und Materialwissenschaften zusammen. Ihr gemeinsames Ziel – mit einer innovativen Technologie und leistbaren End-to-End Lösung den 3D-Druck von komplexen Metallteilen auch für kleinere Unternehmen zugänglich zu machen – scheint nun erreicht.

Desktop Metal Studio System

Das Desktop Metal Studio System soll mit einem Preis von € 120.000 (komplett oder 49.900 nur 3D-Drucker) eine erschwingliche Lösung zum 3D-Druck von Prototypen aus Metall sein. Bestehend aus einem 3D-Drucker und einem mikrowellenunterstützten Sinterofen, stellt das System eine Komplettlösung für Rapid Prototyping direkt im Büro oder der Produktionsstätte dar. Die Technologie die dahintersteckt nennt sich Bound Metal Deposition (BMD) und kann am ehesten mit dem FDM-Verfahren für Kunststoff verglichen werden. Somit sind keinerlei Laser oder Pulvermaterialien involviert. Weitere Details zur Technologie selbst hat das Startup zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt gegeben.

Eine cloud-basierte Software sorgt für einen einheitlichen und optimierten Arbeitsablauf – vom CAD-Design bis hin zum gedruckten Teil, dessen Stützstrukturen sich einfach per Hand entfernen lassen sollen. Das System arbeitet mit Druckerpatronen, die sicher und einfach getauscht werden können und ist so konstruiert, dass es hunderte verschiedene Metalllegierungen verarbeiten kann. Dies stellt sicher, dass Prototypen aus dem gleichen Material wie darauf basierende Produkte gedruckt werden können.

Desktop Metal Is Set to Change How Metal Is Manufactured …

Desktop Metal Production System

Für die Serienfertigung 3D-gedruckter Metallkomponenten stellt das Startup das Desktop Metal Production System vor. Das Fertigungssystem arbeitet mit der proprietären Single Pass Jetting (SPJ) Technologie, die Metallteile mit der 100-fachen Geschwindigkeit im Vergleich zu derzeitigen laserbasierten 3D-Druckern, beispielsweise mit DMLS-Technologie, fertigen kann. Dies senkt die Kosten pro gefertigtem Stück erheblich und macht die Technologie wettbewerbsfähig hinsichtlich traditioneller Methoden zur Serienfertigung.

Bei der Single Pass Jetting-Technologie kommen zwei Einheiten zur Verteilung des Pulvers sowie ein Druckkopf zum Einsatz. Das Pulvermodul sowie der Druckkopf arbeiten gleichzeitig in einem Durchgang oder “Single Pass”. Auf die Pulverschicht werden kleinste Tröpfchen eines Bindemittels sowie ein “Anti-Sintering-Agent” aufgetragen. Letzterer sorgt dafür, dass Stützstrukturen nach dem Sintern von selbst abfallen. Nach einer kurzen Trockungsphase beginnt der Prozess von Neuem und das Objekt entsteht so Schicht für Schicht. Folgendes Video erklärt den Vorgang:

Vorbestellungen mit geplanter Auslieferung Anfang 2018 sind ab diesem Mai möglich.

Ric Fulop, CEO und Mitgründer von Desktop Metal:

“Until now, metal 3D printing has failed to meet today’s manufacturing needs due to high costs, slow processes and hazardous materials. With a team of some of the world’s leading experts in materials science, engineering and innovation, Desktop Metal has eliminated these barriers by developing metal 3D printing systems that can safely produce complex, strong metal parts at scale.”

Zu einem der ersten Kunden von Desktop Metal zählt der Baumaschinenhersteller Caterpillar, der die Systeme zur Produktion von Ersatzteilen heranziehen möchte.

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