Home 3D-Drucker Spezieller Extruder macht einen Prusa i3 zum 3D-Biodrucker

Spezieller Extruder macht einen Prusa i3 zum 3D-Biodrucker

Forscher aus Deutschland erforschen die Demokratisierung des Bioprintings mit ihren Erkenntnissen aus “Nydus One Syringe Extruder (NOSE): A Prusa i3 3D printer conversion for bioprinting applications”. Die Autoren erkennen das Versprechen dieser neuen Technologie und alles, was sie umgibt, und konzentrieren sich auf die Potenzial zur Eliminierung von Tierversuchen in der pharmazeutischen Industrie sowie die Möglichkeit, patientenspezifische Behandlungen in nahezu allen Bereichen der Medizin anzubieten. Anwendungen können jedoch weit darüber hinausgehen.

In dieser Studie untersuchte das Forscherteam die Leistung eines mit einem Nydus One Syringe Extruder (NOSE) umgerüsteten Prusa i3, der eine Hydrogelextrusion und eine „einstellbare Ablagerungsgenauigkeit“ mit einem Spritzenhalter ermöglicht. Projekte wie diese sind aufgrund der Open-Source-Technologie möglich, und hier konnte das Team seine kostengünstige 3D-Druckhardware ändern, um im Bioprint zu experimentieren. Die Kombination von NOSE und der Prusa i3-Plattform in einem Open-Source-Bioprinting-Paket könnte das Bioprinting weltweit demokratisieren. Aufbauend auf der FRESH-Forschung der CMU, die bereits dazu geführt hat, dass Tissues auf kostengünstigen Druckern hergestellt werden, ist dies ein möglicherweise bahnbrechender Moment für das Bioprinting.

Bisher waren Bioprinter eine Nische und kosteten 100.000 oder Zehntausende Dollar. Mit FRESH hat CMU bereits seit drei Jahren bewiesen, dass kostengünstiges Bioprinting für 500 bis 1000 US-Dollar möglich ist. Diese von der GPL lizenzierte Studie in Kombination mit dem beliebten Open-Source-3D-Drucker Prusa i3 könnte den Zugang zum Bioprint ermöglichen.

Als Proof-of-Concept wurden sowohl HEK293-Zellen als auch embryonale Mausstammzellen (mESC) für das Drucken mit Zellen verwendet. Abhängig von der zellulären Quelle liegen die Überlebensraten zwischen 60% und 95%. Die automatisierte quantitative Lebensfähigkeitsanalyse wurde mit dem Open-Source-Bildanalysetool Icy, insbesondere dem Plugin „Spot Detector“, durchgeführt. Ein detailliertes Protokoll ermöglicht die Neuerstellung des Assays. Weitere Daten unter Verwendung einer Trägerbaddrucktechnik offenbaren Einschränkungen hinsichtlich des Druckens und der Verweilzeit von zellenbeladenen Konstrukten.

Abonnieren Sie die wöchentlichen 3Druck.com-Newsletter. Jeden Montag versenden wir die wichtigsten Beiträge und Updates der Woche. Melden Sie sich jetzt kostenlos an.
Haben Sie einen Fehler entdeckt? Oder Anregungen und Ergänzungen? Bitte schicken Sie uns eine Nachricht.