Home 3D-Drucker 9T Labs Nachrüstset macht existierenden 3D-Drucksysteme zu Carbon 3D-Drucker

9T Labs Nachrüstset macht existierenden 3D-Drucksysteme zu Carbon 3D-Drucker

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Das Schweizer Unternehmen 9T Labs, welches sich Fertigungstechnologien im Bereich Faserverbundfertigung beschäftigt, hat seine erste Seed Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen. Ebenfalls startet 9T Labs die Vermarktung des ersten Produkts, dem CarbonKit.

9T Labs ist ein Spin-off der ETH Zürich und wurde 2018 gegründet. Das Unternehmen hat sich auf langfaserverstärkte Verbundmaterialien, insbesondere Carbon Faser verstärkte Kunststoffe (CFK), mittels 3D Druck spezialisiert. Der Ansatz ermöglicht neue Anwendungen für CFK Hochleistungswerkstoffe durch stark reduzierte Herstellungskosten, vereinfachte Arbeitsabläufe und hohe Bauteilkomplexität.

Erfolgreiche Seed Finanzierungsrunde

Im Jahr 2018 konnte Risikokapital von über CHF 1 Mio. aufgenommen werden. Dafür liessen sich unter anderem bekannte Schweizer Investoren wie Pascal Mathis (Mitgründer von GetYourGuide) und Thomas Dübendorfer (Ex-Googler und Präsident des Swiss ICT Investor Club SICTIC) begeistern.

«Bei dieser Finanzierungsrunde ging es nicht nur um die Kapitaleinlage, auch der Wissensschatz und die langjährige Erfahrung unserer Investoren waren essentiell bei der Produktdefinition und Produktentwicklung unseres ersten Produkts, dem CarbonKit. Dieses Produkt wird unseren Kunden helfen, die Vorteile von CFK-Hochleistungswerkstoffen für neue Anwendungen und Industrien zu erkennen und zu materialisieren», sagt Martin Eichenhofer, Mitgründer von 9T Labs.

«Ein preislich erschwingliches Einstiegsprodukt ist enorm wichtig um das Verständnis für das Material und die Arbeitsabläufe zu schaffen, welches notwendig ist zum Erkennen und für die Realisierung des Potenzials für die Serienanwendung», fügt Marc Wintermantel, Geschäftsführer ANSYS Schweiz und Berater von 9T Labs, hinzu.

CarbonKit von 9T Labs

Das CarbonKit von 9T Labs ermöglicht das einfache Nachrüsten von existierenden 3D Drucksystemen, wie Ultimaker und Prusa, um langfaserverstärkte CFK-Materialien zu drucken. Hauptbestandteile des Nachrüstsatzes sind die Elektronikbox mit integriertem Materiallager, der Doppel-Druckkopf mit einziehbarem Extruder und eine Web-basierte Softwarelösung.

Das Gesamtsystem ist so konzipiert, dass die Nachrüstung in nur wenigen Minuten durchgeführt werden kann. Ein Web-basiertes Interface ermöglicht die einfache Erstellung von Druckaufträgen, das Bedienen der Drucksysteme und das Managen von Arbeitsabläufen. Das verwendete Druckmaterial besitzt einen sehr hohen Faservolumengehalt von 50%, den höchsten kommerziell erhältlichen in der 3D-Druck-Industrie. Besonders ist auch die Open Source Trajektorien-Planung, engl. slicing, die das gezielte Ablegen von CFK-Material in einem Kunststoffbauteil oder das Drucken von reinen CFK-Bauteilen ermöglicht.

«Das ist erst der Anfang, wir werden den Druckprozess kontinuierlich weiterentwickeln, neue Materialkonfigurationen auf den Markt bringen und gemeinsam mit unseren Kunden kundenspezifische Lösungen für die Serienfertigung entwickeln», sagt Martin Eichenhofer.

Zielgruppen für das CarbonKit sind Modellbauer, Universitäten und R&D Abteilungen, welche die neuen Einsatzmöglichkeiten von CFK-Hochleistungsmaterialien evaluieren, den 3D-Druck-Arbeitsablauf erfahren und Prototypen fertigen wollen. Die Anwendungsmöglichkeiten reichen von einfachen Klemmvorrichtungen, über komplexe Rahmenkonstruktionen bis hin zur lokalen Verstärkung von existierenden Strukturen.

Die Beta-Testphase des CarbonKits ist bis Ende Januar 2019 geöffnet. Die Anzahl an Beta-Testern ist limitiert. Ein Beitritt zum Beta-Test ist möglich unter: apply.9tlabs.com.

Der Artikel basiert auf eine Pressemeldung von 9T Labs

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