Home Forschung & Bildung Aerojet Rocketdyne testet 3D-gedruckte Bauteile für AR1 Rakentriebwerk

Aerojet Rocketdyne testet 3D-gedruckte Bauteile für AR1 Rakentriebwerk

Aerojet Rocketdyne testet aktuell den neuen Rakenantrieb AR1, der in Zukunft ein wichtiger Bestandteil der US-Raumfahrt werden soll. In dem Rakenantrieb wurden dabei auch 3D-gedruckte Bauteile eingesetzt.

Erst vor rund einem Monat hatte Aerojet bereits erfolgreich einen 3D-gedruckten Brennraum für einen anderen Raketenantrieb (RL10) getestet. Jetzt folgte ein Test des AR1 Antriebes. Der neuen Antriebstyp soll die in Russland hergestellte RD-180 ersetzen und die Forschung und Tests dafür sollen bis 2019 erfolgreich abgeschlossen werden.

Damit ein derart leistungsfähiges Triebwerk überhaupt genug Treibstoff verbrennen kann, ist eine ausgeklügelte Technik notwendig, die den Treibstoff in die Brennkammer fördert. Konkret ist dabei der sogenannten Preburner beteiligt, und für diese wichtige Baugruppe wurden mehrere Bauteile 3D-gedruckt. Dafür kam ein Metall auf Nickebasis zum Einsatz, das hitzebeständig ist und gleichzeitig enormen mechanischen Belastungen standhalten kann.

Due to the hot, oxygen-rich environment inside a staged combustion engine like the AR1, burn-resistant materials are necessary to ensure safe operation of the engine under all conditions

Verwendet wurde Mondaloy 200, ein besonderes Metall das speziell für große Belastungen entwickelt wurde. Dadurch kann man auch auf spezielle Metallbeschichtungen verzichten, die bisher in den russischen RD-180 Antrieben eingesetzt wurden.

Parallel zu AR1 wird derzeit auch noch an RS-68, J-2X, RL10 (siehe Link oben) und RS-25 gearbeitet. In Zukunft sollen die neuen Antriebe die Basis für weitere Weltraummissionen der NASA darstellen, wie etwa die geplanten Mond und Mars Missionen.

Our proven design process and demonstrated manufacturing approaches are key contributors to Aerojet Rocketdyne’s unmatched record of mission success. When replacing the Russian-made engines on current launch vehicles, mission success has to be the country’s number one priority

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Dominik studiert derzeit Wirtschaftsinformatik an der TU-Wien. Seit mehreren Jahren beschäftigt er sich mit neuartigen Technologien und speziell mit 3D-Druck. In seiner Freizeit beschäftigt sich Dominik außerdem mit Embedded-Systems sowie deren Programmierung und ist außerdem ehrenamtlich bei mehreren Organisationen tätig.