Muskeln aus den 3D-Drucker: Aether und UCLA arbeiten zusammen

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Durch die additive Fertigung ist auch die Robotik im Wandel. Das Bild vom unbeweglichen Blechmann ist nicht mehr aktuell und wird teilweise durch die Soft Robotics ersetzt. Ein Teil dieses Bereiches ist der künstliche Muskel, mit welche sich ein Team der Firma Aether aus San Francisco und der Universität von Kalifornien, Los Angeles (UCLA) beschäftigt haben.

Das Team arbeitet an der leichteren Fertigung von Multi-Material-Strukturen, dabei werden unterschiedliche Materialen in einem Druckvorgang verarbeitet.

Die Zusammenarbeit mit der UCLA ist ein wichtiges Anliegen für Ryan Franks, den CEO von Aether. Er litt an einer Lungenentzündung und konnte durch das spezielle Verfahren der UCLA behandelt werden. Das Verfahren namens Video-Assisted Thoracic Surgery (VATS) von Dr. Abbas Ardehali inspirierte Franks in die Medizintechnik zu investieren.

„Mit UCLA an der Technologie zu arbeiten ist etwas, wovon ich schon lange geträumt habe“, sagte Franks. „Es gibt niemanden, der besser in Sachen Robotik ist, und die Tatsache, dass die UCLA-Fakultät mein Leben gerettet hat, macht diese Zusammenarbeit zu einem besonderen Erlebnis.“

Verwendung von mehreren Materialien

Ebenso hat Aether vor kurzem seinen Bioprinter mit einer automatischen Offset Kalibrierung versehen, was die Verwendung von leitfähigem Material stark vereinfachen soll. Unabhängig von dem Werkzeug, werden automatisch die benötigten Offsets berechnet. Dadurch können mehrere Materialien gleichzeitig verwendet werden ohne, dass Lücken im Druck erzeugt werden. Durch das Verfahren von Aether fällt die Notwendigkeit von Drähten in der Vorrichtungen weg, weil leitfähige Materialien wie Graphen und Silbernanopartikel in die Einheit direkt gedruckt werden können.

Die Harvard Medical School und Aether arbeiten bereits zusammen. Die UCLA wird sich dieser Kooperation anschließen, um die neuste Software mit ASAR Technologie (Automatic Segmentation and Reconstruction) zu nutzen. Diese Software ist noch nicht veröffentlich worden, soll aber CT-Scans und Röntgenbilder sehr schnell in 3D Dateien umwandeln können, in denen nur bestimmte Gewebetypen angezeigt werden. Dadurch kann unnötiges Gewebe digital entfernt werden um die Diagnose zu vorschnellen.

Aethers 3D-Bioprinter in Aktion

Aether 3D Printer Multi-tool Multi-material Demo – Microfluidic Chip

 

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