Home Forschung & Bildung NASA verbessert Urin-Recycling in der Raumstation mit 3D-Druck

NASA verbessert Urin-Recycling in der Raumstation mit 3D-Druck

3D-Druck ist nicht nur auf der Erde immer ein wichtigerer Aspekt in der Produktion, sondern auch im Weltall bietet sich die Technik an. So gibt es viele Tests und Experimente mit 3D-Druck auf der Internationalen Raumstation (ISS).

SpaceX, die NASA und andere Einrichtungen setzen schon jetzt bei der Raketenproduktion und bei der Anfertigung von anderen Teilen für die Raumfahrt auch auf die additive Fertigung. Aber auch im Weltall kann der 3D-Druck eine wichtige Rolle spielen. So könnten zukünftig Ersatzteile direkt in der Raumstation produziert werden. Ebenso könnte Kunststoff-Abfall erneut verarbeitet werden.

Ingenieure der NASA setzten den 3D-Druck nun ein, um das Destillationssystem für die Urin-Prozessor-Baugruppe der Raumstation zu verbessern. Das System wurde in den 90er-Jahren entwickelt und wird seither laufend verbessert. Die Einheit ist für die Raumfahrt essenziell.

Sie ist andauernd im Einsatz und ist für die Trinkwasser-Versorgung und Urin-Entsorgung wichtig. Die Destillationsbaugruppe kann ungefähr 1.400 Betriebsstunden ohne Ausfällen von Teilen arbeiten. Verschleißteile wie die für den Riemenantrieb sorgen jedoch für notwendige Reparaturen. Die NASA-Ingenieure konnten nun mit 3D-Druck die Konstruktion verbessern. Die kunststoffverzahnte Antriebsscheibe wurde mithilfe der additiven Fertigung konstruiert. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass dadurch die Einheit eine Betriebszeit von 4.300 Stunden erreicht.

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