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Studentin entwickelt 4D-gedruckte Pflanzen

Neben 3D-Druck gibt es auch den sogenannten 4D-Druck. Hierbei kann die vierte Dimension Zeit sein aber auch Wärme, Druck oder Licht. Diese können die Bauteile nach dem Druck noch weiter beeinflussen. Nicole Hone, eine Industriedesignstudenten an der Universität Wellington, Neuseeland hat 4D Pflanzen entwickelt, welche sich in Abhängigkeit von der Zeit verändern. Sie lies sich viel von der Natur inspirieren. Hone nennt die 4D Modelle „3D-gedruckte Wasserpflanzen der Zukunft“.

Das Projekt war Teil der Masterarbeit von Nicole Hone mit dem Titel „Designing Organic Performance with Multi-material 3D/4D Printing“ und wurde von dem NZProduct Accelerator unterstützt, ein Programm zur Förderung von additiver Fertigung.

“Ich war schon immer fasziniert von der Natur, sie inspiriert meine Designideen und Ästhetik. Für dieses Projekt interessierte ich mich besonders für Botanik und Meereslebewesen. Ich war erstaunt, wie sich Meeresbewohner und Korallen bewegten, und ich wollte ähnliche Eigenschaften in meinen Entwürfen widerspiegeln. “

Es wurden unterschiedlichste Tools verwendet um die Pflanzen zu designen, so wurde sie mit der CAD-Software Rhinoceros 3D geziechnet und weiter ausgearbeitet mit Grasshopper 3D. Für den Druck wurde auf einen Polyjet 3D-Drucker von Stratasys gesetzt.

Das Material ist wichtig, um die Pflanzen interaktiv zu machen. Hone erklärt: “Ihre künstlichen Verbundstoffe verhalten sich unheimlich ähnlich wie lebende Organismen […] mit Multi-Material-3D-Druck. Sie können mit einer Reihe starrer und flexibler Materialien drucken, die in demselben […] Objekt zusammengefasst sind in sie hinein und sie werden vor der Kamera zum Leben erweckt. “

4D in der Medizin

Der 4D-Druck ist auch für die Medizin sehr interessant, denn es könnte ein Gewebe minimalinvasiv in den Körper eingesetzt werden und durch die Wärme des Körpers oder UV Bestrahlung könnte das Gewebe von allein in die gewünschte Form gebracht werden. Es gibt bereits größere Forschungen, so arbeitet die George-Washington-Universität an einem 4D-Druckverfahren zur Nervenregeneration.

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