Home Industrie 3D-Druck in der Öl-, Gas und Maritimindustrie soll standardisiert werden

3D-Druck in der Öl-, Gas und Maritimindustrie soll standardisiert werden

Im Januar 2018 schlossen sich elf Unternehmen zusammen, um an zwei aufeinander abgestimmten Projekten den “Joint Innovation Projects (JiPs)” zu arbeiten. Das Ziel der mittlerweile 16 Unternehmen ist es, eine Richtlinie sowie einen wirtschaftlichen Business-Case für die additive Fertigung von qualifizierten, funktionalen Metallbauteilen (Ersatzteilen) für die Öl-, Gas- und Maritimindustrie zu entwickeln.

In dem Projekt sind neben Unternehmen aus der additven Fertigung auch Firmen aus den anderen Industrie-Sparten vertreten. Vertreten sind Equinor, BP, Total, Kongsberg, OCAS, Ivaldi Group, TechnipFMC, Siemens, Voestalpine, Vallourec, Aidro, SLM Solutions, Additive Industries, Quintus, HIPtec und das Advanced Forming Research Centre der University of Strathclyde. Diese Teilnehmer arbeiten an zwei aufeinander abgestimmten Projekten. So wird eine Richtlinie für zertifizierte Bauteile erarbeitet. Diese wird vom DNV-GL verwaltet. Das zweite Projekt ist eine Ausarbeitung eines Business-Cases.

Die beiden Projekte sind aufeinander abgestimmt und ergänzen sich gegenseitig. Der 3D-DruckerHersteller SLM Solutions teilt in einer Pressemitteilung mit, dass das Unternehmen die Projekte mit seiner technischen Expertise unterstützt.

Joint Innovation Projects: Ergebnisse der Projekte soll es noch 2019 geben

Die Richtlinie soll bis Juni 2019 zur Verfügung gestellt werden. Die endgültige Fassung schafft die notwendigen Rahmenbedingungen, um sicherzustellen, dass Metallteile, die mittels der Selective Laser Melting Technologie und der Wire Arc Additive Manufacturing gefertigt werden, die hohen Anforderungen in der Öl-, Gas und Maritimindustrie erfüllen. Das bedeutet, dass die Bauteile der vorgegebenen Qualität entsprechen und auf sichere und reproduzierbare Weise hergestellt werden können.

Für die Studie werden bis zu fünf Bauteile produziert, um zu gewährleisten, dass alle notwendigen Schritte für die Produktionsqualität abgedeckt werden können. Eines dieser Bauteile ist ein Pumpenlaufrad, das SLM Solutions auf der Selective Laser Melting Maschine SLM®280 für Equinor fertigt. In der ersten Jahreshälfte 2019 werden die Partner eine abschließende Prüfung der Anwendbarkeit der Richtlinie bei der Herstellung der Pilotteile durchführen. Die wird sich auf die praktische Anwendung der Richtlinie in der Produktion und die Qualität der erzielten Teile konzentriewren. Die Erkenntnisse aus den Fallstudien werden in der endgültigen Version berücksichtigt.

Ebenfalls im Juni 2019 wird ein umfassender und voll funktionsfähiger Business-Case veröffentlicht. Dieser soll die positiven Auswirkungen der 3D gedruckten Ersatzteile im Vergleich zu konventionell gefertigten Teilen ermittelen. Dieses Modell wird auch während des Q2-Teileproduktionsprozesses getestet. In Verbindung mit diesem ROI-Modell wird eine Teiledatenbank erstellt, um die Anwendbarkeit von AM für potenzielle Ersatzteile in Öl und Gas aufzuzeigen.

Der Artikel basiert auf eine Pressemeldung von SLM Solutions

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