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Das MakerBot Ecosystem – Interview mit MakerBot Europe´s Alexander Hafner

Am ersten August verkündete MakerBot den Kauf von Hafner´s Büro und damit die Gründung von MakerBot Europe. Auf der Euromold 2014 hatte ich das Vergnügen, Herrn Hafner zu interviewen.

Bei dem netten Gespräch gab mir Alexander Hafner, General Manager von MakerBot Europe, die Möglichkeit mehr über die Strategie des Unternehmens MakerBot und vor allem die Zukunft von MakerBot Europe zu erfahren. Schon vor der Gründung von MakerBot´s Europa-Division wurde eng mit HAFNER´S BÜRO zusammengearbeitet und es konnten bereits erste Erfolge von MakerBot innerhalb Europas gefeiert werden. Im ersten Interview von Alexander Hafner verriet er uns noch recht wenig über geplante Investitionen in den europäischen Markt. Beim Aufeinandertreffen bei der Euromold 2014 wurde Herr Hafner schon konkreter.

Im Laufe des nächsten Jahres werden neun Support Center, in ganz Europa verteilt, aufgebaut. Diese werden sich in einem Partnerprogramm mit verschiedenen Status (Silver, Gold und Platinum Partner) aufgliedern. So sollen Besitzer eines MakerBot 3D-Druckers, falls Support benötigt wird, flächendeckend einen lokalen Ansprechpartner haben. Damit soll der bestehende Support noch weiter ausgebaut werden.

Ein wichtiger Punkt in der Strategie von MakerBot Europe wird die Bildung sein. In seiner Präsentation zeigte mir Herr Hafner den Hype Cycle für MakerBot. Im Bereich der Schulen wird sich hier in Zukunft noch einiges tun, hat er mir versprochen. Ich hoffe, dass ein ähnlich hoher Einsatz wie in den USA auch in Europas Schulen gezeigt wird, um die Kreativität der Schüler zu fördern.

Hier meine Skizze des MakerBot Hype Cycle (diese ist nicht so ansehnlich, wie das Original von Herrn Hafner):

MakerBot_Europe_HypeCurve

 

Aus dem Hype Cycle geht auch hervor, dass der große Z18 FDM 3D-Drucker schon ein ausgereiftes System ist. Dieser wird für den Bau von Prototypen und zur Produktion von Kleinserien eingesetzt. Während der Euromold wurden Schrauben als Giveaways, welche auf den verschiedenen MakerBot 3D-Druckern vor Ort produziert wurden, mit einer „echten“ Mutter verschenkt. Diese sind ein sehr tolles Beispiel für die Stabilität des MakerBot Filaments und die ausgereifte FDM Technologie. Eines der coolsten Neuentwicklungen zeigt mir ein Kollege von Herrn Hafner. Dieser steuerte alle laufenden MakerBots auf dem Messe Stand per iPad. Mittels des MakerBot Innovation Centers konnte er alle 3D-Drucker fernsteuern und Druckjobs vergeben. Die Software soll die Auslastung der Maschinen gewährleisten und die Administration erleichtern. In mehreren amerikanischen Schulen wird das Innovation Center bereits eingesetzt, um FabLabs leichter zugänglich zu machen.

Übrigens wird bei MakerBot der Begriff „Ecosystem“, wie bei dem Mutterkonzern Stratasys sehr groß geschrieben. Ein Zusammenspiel von Software, Hardware und ein leichtes Benutzen der Geräte ist für beide Hersteller sehr wichtig.

Über den Autor:Jakob_Profile

Jakob ist der rasende Reporter für 3Druck.com. Mit seiner Kamera ist er immer auf der Jagd nach Neuheiten aus der Welt der additiven Fertigung und ist für euch auf allen relevanten Messen zu diesem Thema vertreten. Davor arbeitete Jakob mehrere Jahre als Produktmanager für Drucker und Monitore bei einem der größten IT-Distributoren weltweit. In dieser Zeit entwickelt sich auch seine Leidenschaft für 3D Druck. Seit Ende 2013 schreibt Jakob für 3Druck.com und studiert an der FH Wien Entrepreneurship.

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Von Ende 2013 bis März 2017 arbeitete Jakob als Chefredakteur bei 3Druck.com. Gemeinsam wuchs das Team, die Reichweite von 3Druck.com und baute die Position als meistgelesenes deutschsprachiges Magazin zum Thema 3D Druck und Additive Fertigung weiter aus.