Mit HP Jet Fusion-Technologie gedruckte Kunststoffteile ab sofort via Materialise OnSite-Plattform bestellbar

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Bremen / Leuven (Belgien). Materialise NV (NASDAQ: MTLS), der führende Entwickler von Software für additive Fertigung und zugleich Anbieter von 3D-Druckdienstleistungen, bietet die hochinnovative HP Jet Fusion-Technologie ab sofort über seine B2B-Bestellplattform Materialise OnSite an. Unternehmen können damit Kunststoffobjekte in außerordentlicher Detailliertheit und Oberflächenqualität drucken lassen, zum Beispiel Teile mit hochkomplexen Strukturen wie Gitter oder Oberflächen mit hochfeiner Beschriftung. Die bestellten Objekte werden auf HP Jet Fusion 3D 4200-Druckern im Materialise-Werk im belgischen Leuven gefertigt und kostenfrei ausgeliefert. Die Vorlaufzeit bei der neuen Lösung beträgt etwa 5 Werktage.

Spezialflüssigkeiten und Infrarot statt Laser

Die HP Multi Jet Fusion-Technologie ist ein pulverbasiertes Verfahren. Statt mit Lasern wird hier mit zwei speziellen Flüssigkeiten gearbeitet, den so genannten HP Fusion and Detailing Agents. Der HP Fusion Agent, ein wärmeleitendes Mittel, wird in einem vorgeheizten Pulverbett exakt dort eingebracht, wo Partikel verschmolzen werden sollen. Parallel wird der wärmehemmende HP Detailing Agent rund um die Konturen eingespritzt. Er führt beim Schmelzprozess zu einer hochpräzisen Trennung der Partikel und ermöglicht so extrem feine Oberflächen. Für den Schmelzvorgang laufen Infrarotlampen gleichmäßig über das Pulverbett. Der Prozess wiederholt sich Schicht für Schicht, das Objekt wird sukzessive aufgebaut.

Derzeit wird als Material für den Drucker das Polyamid PA 12 verwendet.

„Das Material besitzt ein sehr feines Pulverkorn, sodass extrem dünne Schichten von nur 80 Mikrometer herstellbar sind“, erläutert Giovanni Vleminckx, Forschungsingenieur bei Materialise. „Das wiederum bedeutet, dass mit dem Material Teile mit besonders großer Dichte und geringerer Porosität als bei dickeren Schichten entstehen. Die feine Körnung des Pulvers eignet sich besonders gut für detailreiche Merkmale und extrem komplexe Bauteile. Das Oberflächenfinish ist auch ohne Nachbearbeitung schon sehr fein.“

Umfassende Tests für bestmögliche Druckergebnisse

Um Kunden bestmögliche Ergebnisse garantieren zu können, hatte Materialise die Technologie vor der Integration auf seiner B2B-Bestellplattform monatelang umfassend getestet. Dabei standen die Teams von Materialise Software und Materialise Manufacturing in engem Kontakt mit HP-Mitarbeitern, um Ergebnisse auszutauschen und Bereiche für Neuentwicklungen auszuloten. Zu den Neuentwicklungen zählt unter anderem der Materialise Build Processor für die HP Jet Fusion 3D-Drucklösung, eine spezielle Softwarelösung, die den 3D-Druckprozess vereinfacht. Darüber hinaus wurde die Technologie zuletzt ausgewählten Materialise-Partnern zur Verfügung gestellt, um die bestmöglichen Anwendungen für den HP Jet Fusion 3D 4200-Drucker zu identifizieren.

Bart Van der Schueren, CTO bei Materialise:

„Erfolg im 3D-Druck hängt von der Auswahl der richtigen Technologie für eine gegebene Anwendung ab. Die Vielseitigkeit des Materials, PA 12, kombiniert mit der außergewöhnlichen Isotropie und der geringen Porosität der mit HP Multi Jet Fusion produzierten Teile, eröffnet uns eine gute Vielfalt potenzieller industrieller Anwendungen.“

Weitere Kunststoffe sollen folgen

Derzeit bietet Materialise zwei Oberflächenausführungen für die Teile an, die mit der HP Multi Jet Fusion-Technologie hergestellt werden: sandgestrahlt und schwarz gefärbt. Aufgrund der einzigartigen offenen Plattform von HP für 3D-Materialien werden HP und führende Materiallieferanten weltweit künftig viele weitere Materialien zur Verfügung stellen.

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