Forscher drucken Tabletten für Studie am MakerBot Replicator aus

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Ein Forscherteam der UCL School of Pharmacy am University College London hat in einer Studie die Auswirkung der Geometrie von Tabletten auf deren Wirkstofffreisetzung erforscht.

In dem Paper mit dem Titel „Effects of Geometry on Drug Release from 3D Printed Tablets“ beschreiben die Wissenschaftler wie sie am MakerBot Replicator 2 Tabletten in fünf verschiednen Formen hergestellt haben. Für die Herstellung des Druckmaterials wurde wasserlöslichen PVA Filament in pellet-große Stücke geschnitten, mit Paracetamol vermischt und über den Filabot Extruder zu neuem Filament verarbeitet. Die fünf verschiedenen Designs wurden danach aus dem mit Paracetamol versetzten Filament ausgedruckt und in einem weiteren Testverfahren wurde deren Wirkstoffreisetzung ermittelt. Dabei stellte man fest, dass die eine konstantere Oberfläche und die Relation von der Oberfläche zu Volumen, tatsächlich eine große Rolle spielt. Die Pyramidenform setzt den Wirkstoff am schnellsten frei, gefolgt von Torus, Würfel, Kugel und schließlich Zylinder.

Diese Erkenntnisse könnte zukünftig für die Produktion auf den Patienten abgestimmte, maßgeschneiderte Tabletten eingesetzt werden. So könnte ein Patient, der eine schnelle Freisetzung des Wirkstoffs benötigt, mit pyramidenförmigen Tabletten versorgt werden. Wenn hingegen allerdings eine langsamere und gleichmäßigere Freisetzung erwünscht ist, kommt die Zylinderform zum Einsatz.

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Idealerweise könnten sich Patienten so in ferner Zukunft ihre Medikamente selbst am 3D-Drucker herstellen. Wissenschaftler der University of Central Lancashire haben diese Möglichkeiten bereits in einer Studie erforscht und ebenfalls Tabletten aus mit Arzneimittel versetzten Filament am FDM-Drucker hergestellt.

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