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Michelin stellt 3D-gedruckte Konzeptreifen vor

Der internationale Reifenhersteller Michelin, hat ein neues Konzept für die Reifen der Zukunft vorgestellt. Diese sollen ohne Luftfüllung auskommen und mittel 3D-Drucker hergestellt werden.

Das aktuelle Konzept dürfte in Zusammenarbeit mit der Fives Group entstanden sein (2015 gab es ein Joint Venture mit dem Unternehmen). Kern des Konzeptes sind ‚aufladbare‘ Reifen die ohne Luftfüllung auskommen und mittels 3D-Drucker hergestellt werden. Wenn der Gummi bei herkömmlichen Reifen entsprechend abgenutzt ist müssen diese getauscht werden, anders bei dem neuen Konzept. Neuer Gummi soll einfach mittels einer Art 3D-Drucker aufgetragen werden – diese Vorgang bezeichnet Michelin auch als ‚aufladen‘ der Reifen.

Im Inneren sollen die Reifen eine Alveolarstruktur besitzen (der Name kommt von der Struktur der menschlichen Lunge und ihren Lungenbläschen = Alveolen) – ohne 3D-Drucker ist es fast unmöglich solche Strukturen herzustellen. Durch diese besondere Struktur soll die Luftfüllung der Reifen in Zukunft überflüssig werden.

In weiteres Highlight sollen die diversen eingebauten Sensoren sein, die unter anderem die Abnützung der Reifen messen kann. Wenn die Abnützung ein kritisches Niveau erreicht hat soll man, so Michelin, in Zukunft einfach zu speziellen Stationen fahren, wo neuer Gummi aufgetragen wird.

Auch bei der Materialauswahl hat sich viel getan, das Grundmaterial für den Reifen soll aus hauptsächlich biologisch Abbaubaren Materialien bestehen – bei dem Weltweiten Reifenverbrauch eine Option die auch der Umwelt zugute kommen kann.

Viele der neuen Konzepte hat sich Michelin patentieren lassen, insgesamt wurden 19 neue Patente eingereicht, die in Zukunft sehr bedeutend werden könnten.

A Visionary Concept Tire | Michelin

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QuelleYouTube - Michelin
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Dominik studiert derzeit Wirtschaftsinformatik an der TU-Wien. Seit mehreren Jahren beschäftigt er sich mit neuartigen Technologien und speziell mit 3D-Druck. In seiner Freizeit beschäftigt sich Dominik außerdem mit Embedded-Systems sowie deren Programmierung und ist außerdem ehrenamtlich bei mehreren Organisationen tätig.