Home Industrie Neues TechCenter von thyssenkrupp startet 3D-Druck von Bauteilen

Neues TechCenter von thyssenkrupp startet 3D-Druck von Bauteilen

Der deutsche Industriekonzern thyssenkrupp hat seine Pläne zur Einrichtung eines Zentrums für additiv gefertigte Bauteile bereits vor einigen Monaten bekannt gegeben. Nun wurde das “TechCenter Additiv Manufacturing” in Mülheim an der Ruhr eröffnet.

Mit der neuen Produktionsstätte möchte das Unternehmen den 3D-Druck von Metallen und Kunststoffen industrialisieren. Durch bereits vorhandene Erfahrungen und Forschungspartnerschaften soll das Potenzial des 3D-Drucks innerhalb kurzer Zeit bereits kundennah genutzt werden. Laut dem Unternehmen werden vor allem Schlüsselmärkte wie Maschinen- und Anlagenbau, Luftfahrt, Marine und Automobil von der Technologie profitieren.

Additive Manufacturing ist ein weiterer Schritt in der digitalen Transformation unseres Konzerns und ein Baustein unserer Innovationsstrategie“, sagt Dr. Heinrich Hiesinger, Vorstandsvorsitzender der thyssenkrupp AG.

Die Produktionshalle ist vorerst jeweils mit einem 3D-Drucker für Metall (Selective Laser Melting, SLM) sowie Kunststoff (Selective Laser Sintering (SLS) ausgestattet.

Bereits seit Anfang 2015 beschäftigt sich eine interdisziplinäre Projektgruppe des Unternehmens mit dem Thema der Additiven Fertigung und identifizierte Anwendungsfelder, die mittels dieser Technologie realisiert werden sollen. Derzeit befinden sich bereits mehrere Produkte in der Patentierungsphase. Zudem haben erste interne Projekte bereits zu Funktionsverbesserungen und -erweiterungen geführt. So konnte beispielsweise eine komplexe Sonde zur Entnahme von Gasproben aus einem Ofen entwickelt und gefertigt werden. Diese ist dank integrierter Kühlkanäle so hitzebeständig, dass sie zum Beispiel in Brennöfen von Zementwerken eingesetzt werden kann.

„Wir wissen genau, welche Werkstoffe für welches Produkt optimal sind, und haben die Erfahrung im Bereich Logistik- und Projektmanagement, um das TechCenter schnell voranzubringen. Durch unseren breiten Kundenstamm haben wir zudem genau im Blick, für wen die 3D-Druck-Technologie Vorteile bietet“, erklärt Hans-Josef Hoß, Vorstandsmitglied von thyssenkrupp Materials Services. „Wir binden die Kunden von Beginn an mit ein und können schnell und nach individuellen Anfor-derungen fertigen – das geht bis hin zur Losgröße 1.”

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