Chinesische Forscher drucken hochgenaues patienspezifisches Lebermodell

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3D-gedruckte medizinische Modelle werden immer häufiger in Krankenhäusern eingesetzt. Ein chinesisches Forschungsteam hat eine neue Methode entwickelt um hochgenaue patientenspezifische Lebermodelle mit dem 3D-Drucker herzustellen.

Eingriffe an der Leber sind äußert komplex, da das lebenswichtige Organ über zahlreiche wichtige aber feine Blutgefäße verfügt. Zudem ist eine Leber nicht gleich eine Leber, gerade krankhafte Veränderungen werfen jeglichen Plan oder Routinen schnell über den Haufen. Daher ist es nur logisch, dass sich Chirurgen auf solche Eingriffe besonders gut vorbereiten. 3D-gedruckte Modelle des Organs machen das möglich.

Doch um eine sinnvolle Planung zu ermöglichen, müssen die Modelle äußerst detailreich sein. Mit FDM 3D-Druckern ist das nur begrenzt möglich. 3D-Drucker die auf dem Injket-Verfahren basieren sind jedoch sehr teuer. Ebenso ist es teuer bei Dienstleistern entsprechende Modelle zu bestellen. Die Kosten können schnell auf 3.000 bis 4.500$ pro Modell ansteigen.

Als Lösung für das Problem hat das chinesische Team das LCD-SLA Verfahren für sich entdeckt. In mehreren Farben (=mehrere verschiedene Ausgangsmaterialien) kann so ein Lebermodell mit einer Schichtdicke von 0.1mm erstellt werden. Die gesamte Druckdauer beträgt unter 4 Stunden. Nach dem Druck wird das Modell noch mit einem Gussmaterial vergossen und ist anschließend fertiggestellt. Die Kosten für so ein Modell betragen zwischen 80 und 90$ (ohne Arbeitszeit).

The greatest significance of the method probably is lowering the cost considerably while keeping the accuracy to the maximum and enhancing the printing speed, which enables the broad applications of the 3D printing in the hepatic surgery field

Ergänzend zu der Anwendung für die Leber, könnte das Verfahren auch für andere Organe angewandt werden. Problematisch ist nur, dass die maximale Größe der Objekte von LCD-Panels abhängt.