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Prayasta: Brustimplantate aus dem 3D-Drucker

Das indische Start-up Prayasta hat eine neue 3D-Druck-Technologie vorgestellt, welche den Druck von individualisierten Brustimplantaten ermöglicht.

Prayasta wurde 2017 in Bengaluru gegründet und reichte 2018 sein erstes Patent für seine Technologie ein. 2019 und 2020 erhielt das Unternehmen Finanzierungen von unterschiedlichen Institutionen und konnte dadurch die Forschung intensivieren. Letztes Jahr wurde Prayasta nicht nur das Patent für die eigene Entwicklung gewährt, sondern auch der erste Prototyp des Implantats wurde mittels 3D-Druck hergestellt.

Das Unternehmen nennt seine Technologie Implant-grade Elastomer Additive Manufacturing (iEAM) und hat hierfür auch einen eigenen Drucker, den Silimac P250, entwickelt. Die Maschine ist für die Produktion mit Elastomere in Implantatqualität (und insbesondere Silikon) ausgelegt.

Der 3D-Drucker hat ein Bauvolumen von 250 x 250 x 250 mm und bietet eine Auflösung von bis zu 50 Mikrometer. Laut dem Hersteller ist das Gerät für Reinräume optimiert. So hat die Druckerkammer eine eingebaute UV-Sterilisation. Ebenso arbeitet der Drucker auch mit einem IR-Laser schneller als vergleichbare Geräte.

Häufigste Krebserkrankung bei Frauen

Brustkrebs ist die weltweit häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Laut WHO wurden alleine im letzten Jahr bei bei 2,3 Millionen Frauen weltweit Brustkrebs diagnostiziert. Laut Schätzungen ist die Erkrankung für fast 700.000 Todesfälle jährlich verantwortlich.

Während der Behandlung müssen sich die Patientinnen oft einer Mastektomie unterziehen. Bei diesem Eingriff wird chirurgisch der Krebs sowie Brustgewebe entfernt. Die Behandlung ist meistens erfolgreich, aber sie erfordert eine Brustrekonstruktionsoperation. Bei dieser muss das Implantat an die jeweilige Patientin angepasst werden. Eine 3D-Druck-Technologie kann diesen Vorgang vereinfachen.

Schon vor wenigen Wochen haben wir über das Unternehmen Plcoskin berichtet, welches einen ähnlichen Weg geht und mithilfe von 3D-Druck-Technologie Brustimplantate entwickeln will. Einen anderen Ansatz für das gleiche Problem hat Healshape vorgestellt. Das Unternehmen will aus Eigenzellen Implantate mit einem Bioprinting-Verfahren herstellen.

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