3D-Scanning und CAD-Modellierung helfen bei der Rekonstruktion eines 1952 Ferrari

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Mit Hilfe von 3D-Scanning und CAD-Modellierung rekonstruierte die in St. Albans, Großbritannien ansässige Oldtimer-Werkstatt Redesign Sports Ltd (RSL) einen klassischen Ferrari 225 aus dem Jahr 1952. RSL nutzt 3D-Scanner, um Reparaturen an seltenen Autos durchzuführen. 

Redesign Sports Ltd wurde gebeten einen Blick auf einen 1952 Ferrari 225 zu werfen, bevor dieser auf dem Goodwood Revival, einem dreitägigen Auto-Festival in Chichester, ausgestellt werden sollte. Jedoch waren die Kolben des Motors beschädigt und so konnte das Auto nicht auf dem Goodwood Revival präsentiert werden.

© RSL

 

Infolgedessen lenkten die Autobesitzer ihre Aufmerksamkeit auf den Monaco Historic Grand Prix und gaben RSL 8 Wochen Zeit, um den Motor zu reparieren. Es gelang ihnen durch Verwendung von 3D-Scans in weniger als einer Woche Entwürfe für die kaputten Teile zu erstellen und so erhielten sie nur drei Wochen später die 12 fertigen Kolben.

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Während die Kolben in der Produktion waren, wurde auf traditionelle Art weiterhin an dem Auto gearbeitet. Trotz der enormen Hilfe von 3D-Scanning bei der Rekonstruktion von Ersatzteilen, musste noch erhebliche Arbeit geleistet werden, um das Auto auf dem Monaco Historic Grand Prix präsentieren zu können.

Um 3D-Scans von einem Auto oder bestimmten Teilen zu erstellen, nutzt das RSL-Team den tragbaren Creaform HandySCAN 700. Mit genanntem Scanner werden Daten an eine SOLIDWORKS Software importiert, wo Teile rekonstruiert und in die Produktion geschickt werden.

Wie RSL-Gründer Dafyd Richards erklärt, erwies sich die Genauigkeit der Technologie als vorteilhaft:

„Die Teile waren in SOLIDWORKS nur einmal auf dem Bildschirm zusammen gewesen, aber erst als sie alle ankamen, passten sie das erste Mal zusammen. Ich wusste, dass sie es würden, aber es war immer noch ein erstaunliches Gefühl, als sie es taten. Das Auto fuhr herrlich in Monaco und nach einem schnellen Check-up zurück in Großbritannien, wurde es nach Heathrow für seinen Flug zurück in die USA geliefert.“

3D-Scanning ist für die Wiederherstellung von Ersatzteilen für Fahrzeuge wie den 1952 Ferrari von wesentlicher Bedeutung, da diese Teile nicht mehr hergestellt werden. Richards betont die Erfahrung des Unternehmens mit 3D-Technologie.

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Traditionelle Fertigungstechniken reichten bei der Wiederherstellung nicht mehr aus, wie die Rekonstruktion eines 103 Jahre alten Delage Type-S zeigt. In diesem Beispiel wurde ein Motorblock für das Grand-Prix Auto aus 1914 mit Hilfe von 3D-Druck und 3D-Scanning erschaffen.

„In den letzten 3-5 Jahren gab es eine Revolution und Entwicklung in der verfügbaren Scan-Technologie“, erklärt Richards.