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purmundus challenge prämiert Innovationen in Bewegung

Mit der innovativen Entwicklung „New Pointe Shoe Sole“ hat Sophia Lindner von der act’ble GmbH den ersten Preis der purmundus challenge gewonnen. Die Preisträger der purmundus challenge wurden gestern auf der Formnext ausgezeichnet. Der zweite Preis ging an Ramon Mañas, Odisei Music SL, für das Travel Sax, während Jamie Cook, Henry Neilson, Theo Clarkes, Mark Brown, Jess Lewis sowie George Jary von HEXR mit dem Projekt „HEXR, dem weltweit ersten 3D-gedruckten individuell passenden Fahrradhelm“ den dritten Preis gewannen.

Im Rahmen der Formnext wurden die Finalisten der diesjährigen purmundus challenge, die 2021 unter dem Motto „Innovation in Progress“ stattfand, präsentiert. Die prämierten Entwicklungen reichen dabei vom Ballettschuh über 3D-gedruckte Musikinstrumenten, Fahrradhelme bis hin zum Wärmetauscher und Bremssattel.

Act’ble ist ein junges Unternehmen, das in Zusammenarbeit mit Spitzensportlern einen neuen Spitzenschuh für klassisches Ballett und zeitgenössischen Tanz entwickelt hat Er soll fünfmal länger halten als herkömmliche Spitzenschuhe und die körperlichen Schmerzen drastisch reduzieren. Durch das patentierte Konzept einer 3D-gedruckten Sohle in Kombination mit dem Obermaterial entstehen neue Möglichkeiten der Bewegung und des individuellen künstlerischen Ausdrucks.

Entworfen und hergestellt in Barcelona, ist das Travel Sax das kleinste und leichteste elektronische Saxophon der Welt. Bei der Produktion des Saxophons, das bereits von 1.200 Kunden weltweit gespielt wird, kommen die neuesten 3D-Drucktechnologien zum Einsatz. Der MIDI-Controller kann sowohl mit dem Smartphone als auch mit dem PC zusammenarbeiten. Die Position der Tasten ist einem herkömmlichen Saxophon nachempfunden; die Lautstärke wird über den Druck des Atems reguliert. Mit dem elektronischen Saxophon kann geübt werden, ohne Nachbarn zu stören.

HEXR, ist laut den Entwicklern der weltweit erste individuell passende 3D-gedruckte Fahrradhelm. Das Design aus Wabenstrukturen vereint Komfort und Sicherheit. Bei Erstellung des Helms wird der Kopf gescannt und mittels der eigens entwickelten App vermessen. Das passgenaue Design wird anschließend automatisch auf dem Server generiert. Das PA11-basierte Material besteht zu 100 Prozent aus Rizinusöl. Die inneren Wabenstrukturen und die kleineren Helmkomponenten werden 3D-gedruckt. Der Helm wird nicht nur nach Maß gefertigt, sondern zusätzlich mit der Gravur des Kunden personalisiert.

Daneben wurden auf der Formnext noch weitere Spezialpreise verliehen: Die Special Mention erhielten Dr. Myriam Lingg, Lukas Schiller und Alec Chevrot (macu4 AG) für ihre Macu4 Forearm Prosthetics – atmungsaktive und individuelle Prothesen für den Unterarm. Mit dem Innovation Prize ausgezeichnet wurden Pablo Valdivia y Alvarado, Narasimha Boddeti, Tien Van Truong, Vincent S. Joseph, Thileepan Stalin, Theo Calais, Shien Yang Lee und Martin L. Dunn (Bio-inspired Robotics and Design Laboratory – Singapore University of Technology and Design, Washington State University, University of Colorado Denver) für das Projekt “Bespoke 3D Printed Soft Robots”. Den Publikumspreis erhielt Roberto Trunfio und seine 3D-gedruckte Saftpresse namens Delijuice, die mit Filament aus verarbeiteten Zitrusfruchtabfällen hergestellt wurde.

Der Altair Simulation Driven Design Award 2021 ging an Tommaso Tirelli, Aidro – Desktop Metal Company, und sein Toucan Beak – eine Lösung für effiziente, 3D-gedruckte Leichtbau-Wärmetauscher. Für die Entwicklung eines 3D-gdruckten Bremssattels inklusive Funktionsintegration wurden Aschraf Danun, Michael Wehrli, Remo Elmiger, Ole Müller, Tiago Ogris, Tom Felder und Prof. Mirko Meboldt von der ETH Zürich – Product Development Group Zurich mit dem Newcomer Prize prämiert.

In einer feierlichen Verleihung am Messedonnertag der Formnext erhielten die Sieger die purmundus challenge trophy sowie Preise im Gesamtwert von 30.000 Euro.

Pressetext von Vineeta Manglani, Formnext

Die diesjährigen Gewinner sind:

1. Preis: new pointe shoe sole
act’ble GmbH I Sophia Lindner

Entwicklung eines Tools, das zur Bewegung dient. In sich beweglich aufgrund der Geometrie. Ermöglicht die Perfektion ästhetischer Bewegungen.
Unsere Sprache ist Design, Entwicklung, Marketing und natürlich: Tanz. Was uns verbindet? Unsere Leidenschaft Lösungen mit Wert zu kreieren. Als Innovationsteam denken wir eine der konventionellsten, ästhetischsten und leistungsstärksten Sportarten neu: Ballett. Design and Research mit High-Level-Athlet*innen und Wissenschaftlern befähigen uns einen neuartigen Ballettschuh zu entwickeln, der die körperliche Belastung drastisch senkt und eine mind. 5 mal so lange Nutzungsdauer hat.

Stand der Technik
Spitzenschuhe werden von aufwendigster Handarbeit hergestellt. In über 100 Arbeitsschritten entsteht ein Schuh aus etlichen Leinen- und Leimschichten, der anschließend 24 stunden Ofen gehärtet wird. Die Haltbarkeit beträgt im Profi-Sport 1 Tag und mutet der Tänzerin ein extremes gesundheitliches Risiko zu. Das Royal Opera House in London beispielsweise investiert daher pro Spielzeit 250.000 EUR allein in Spitzenschuhe.

Dank 3D Scans, 3D Druck und Funktionsstrick entwickeln wir einen Performancetanzschuh, der sich optimal anpasst.
Damit der Konflikt aus nötiger Flexibilität und Stabilität eliminiert werden kann, ist die für diesen Bereich neuartige Sohle mit Einkerbungen ausgestattet. Die Sohle ermöglicht durch die Einkerbungen die freie Beweglichkeit für die Auf- und Abrollbewegungen des Fußes, wo beim herkömmlichen Schuh kein physiologisches Gangbild möglich ist. Andererseits wird für den Stand auf der Spitze die optimale Stützfunktionen gewährleistet, indem sich die Segmente schließen und blockieren. Entsprechend eines Baukastensystems, kann die Sohle und der Oberschuh (“Upper”) später ausgetauscht werden.

Entwicklung
Im 3D Druck haben wir ein Tool gefunden, welches die selbe Präzision und Individualität bietet wie die Athleten und Athletinnen selbst. Masspersonalization und Motion Capture eröffnen uns zudem Möglichkeiten, die so vorher in dieser Branche so nie zu tragen kamen. In über hundert Iterationen haben wir alle 1,5-2 Tage einen individuell generierten Prototypen 3D gedruckt, weiter optimiert und mit High Level Athletinnen der umliegenden Staatstehater und Companys getestet mit äußerst positivem Feedback. Aufgrund der hohen Präzision des FDM Verfahrens konnten wir eine Performance-Sohle im Rapid Prototyping entwickeln, die so vorher nie existierte. Der 200 Jahre alte traditionsreiche Spitzenschuh wird nicht nur weiterentwickelt, sondern komplett neu gedacht.

Fliessender Übergang vom Prototyp (FDM) zum Serienprodukt (SLA)
Im nächsten Schritt wird die Geometrie des Prototyps auf das SLA Verfahren optimiert, um damit Sohlen herzustellen, die auch direkt an den Kunden verkauft werden sollen.

Szenario ”Beta-Testathlet”: Dauerhafte Optimierung über langen Zeitraum durch direktes Kunden-Feedback
Die ersten 3D gedruckten act’ble-Schuhe sollen Anfang 2022 im Rahmen einer Beta-Studie käuflich erwerblich sein und zum tänzerischen Einsatz kommen. Für High Level Athlet*innen wird es die Möglichkeit geben, Anpassungen an die individuellen Needs in Punkto Performance und Gesundheit vorzunehmen.

Nachhaltigkeit im Sinne der Gesundheit. Ballett auf das nächste Level heben. Gesundheit wahren. Awareness schaffen
Dank Mass-Customization findet die/der Tänzer*in direkt eine passgenaue Antwort auf ihre individuellen Anforderungen. Es müssen nicht mehr (wie bisher üblich) eine hohe Anzahl an Schuhen getestet/verbraucht werden um einen annähernd passenden zu finden. 3D Druck + Form-Strick bieten die Basis ohne Verschnitt zu produzieren. Unsere Vision gründet sich auf einem der größten Kulturgüter, das die Menschheit schon immer geprägt hat: Tanz. Neben dem weltweit führenden Stuttgarter StaatsBallett, möchten wir einen weiteren Meilenstein in der Region setzen und diesen kulturellen Schatz weiterentwickeln und diesen für Tänzer*innen weltweit verfügbar machen. Die Gesundheit der Athlet*innen ist uns hierbei ein besonderes Anliegen und der Grundstein für diese Revolution.

Benutzerfeedback
Zitat aus unserer Umfrage einer Tänzerin des New York City Ballet : “I hope dancers will take more ownership of their career and its prevention and will behave more like high-level athletes.” Die Produktentwicklung findet in enger Zusammenarbeit mit Tanzmediziner* innen und dem TA.MED e.V. statt (Tanzmedizinischer e.v. Deutschland) statt. Aus gesundheitlicher Perspektive gesprochen, können v.a. muskuläre Trainingsprozesse deutlich optimiert werden. Ein Thema, welches im Ballett längst überfällig ist.

Vision
Zusammen mit dem Fraunhofer Institut IPA wird zukünftig im Feld Mass-Personalisation eine Forschungsreihe angestrebt, um das Ziel unseren Athlet*innen einen höchst individualisierten Schuh bieten zu können, zu erreichen. Ziel ist es auch die Sohlengeometire künftig parametrisch aufzubauen basierend auf einem generativen Design unter Berücksichtigung dynamischer Kräfteeinwirkung. Der Schwerpunkt in der Weiterentwicklung liegt in der Belastungsoptimierung. Dafür soll ein Tool verwendet werden um momentane Sollbruchstellen (die noch zu hoch belastet werden) künfitg durch Belastungsanalysen / Topologieoptimiererung zu optimieren und Spannungsspitzen zu identifizieren.

IP
Markenanmeldung “act’ble” in: Schweiz, Canada, China, USA, Korea, Japan, Australien, Russland, Deutschland. Patentanmeldung in EU und USA

 

2. Preis: Travel Sax
Odisei Music SL I Ramon Mañas

Travel Sax ist das kleinste und leichteste elektronische Saxophon der Welt. Entworfen und hergestellt wurde es in Barcelona. Es wurde mit den neuesten 3D-Drucktechnologien hergestellt und hat bereits über 1200 Kunden in der ganzen Welt. Dieser kleine MIDI-Controller kann sowohl mit dem Smartphone, als auch mit dem PC betrieben werden. Es verwendet ein Standard-Saxophon-Mundstück und die Tastenpositionen ahmen ein herkömmliches Saxophon nach, ebenso wie der Atemdruck zur Regelung der Lautstärke. Von nun an können Sie jederzeit und überall üben, ohne andere zu stören. So können Sie Ihre musikalischen Saxophonkünste viel schneller verbessern.

 

3. Preis: HEXR, the world’s first custom fit cycle helmet
HEXR I Jamie Cook I Henry Neilson I Theo Clarkes I Mark Brown I Jess Lewis I George Jary

HEXR, der individuell angepasste Fahrradhelm. Das einzigartige Design nutzt eine Honigwabenstruktur, um einen erstklassigen Kopfschutz zu bieten und gleichzeitig maximalen Komfort zu gewährleisten.
Die Fertigung des Helms beginnt mit einem Passform-Scan des Kopfes, der von einer speziellen App anhand einer Punktwolke schnell vermessen wird. Der individuell angepasste HEXR wird dann automatisch auf dem Server erstellt.
HEXR legt großen Wert auf soziale Auswirkungen und Nachhaltigkeit – das PA11-basierte Material besteht zu 100% aus Rizinusöl. Es wird von Arkema im Rahmen der Pragati-Initiative nachhaltig beschafft, die sich für nachhaltige Anbaumethoden, geringeren Wasserverbrauch und faire Arbeitsbedingungen einsetzt. Die inneren Honigwabenstrukturen und die kleineren Helmkomponenten werden in 3D gedruckt. Der letzte Schritt ist die Montage der Außenschale, der Kinnriemen, der Polsterung und eines optionalen 3D-gedruckten Verschlusssystems. Der Helm wird nicht nur nach Maß gefertigt, sondern zusätzlich mit der Gravur des Kunden personalisiert, um dem Helm eine ganz persönliche Note zu verleihen. Der HEXR ist eines der ersten Produkte, das durch hybride Fertigung unter Verwendung fortschrittlicher Technologien in die Massenproduktion geht. Der Helm bietet zukunftsweisende Sicherheitsstandards, ohne Kompromisse bei Passform oder Ästhetik einzugehen.

 

Special Mention: macu4 forearm prosthetics
macu4 AG I Dr. Myriam Lingg I Lukas Schiller I Alec Chevrot

Möglichkeit
Die individuelle Anpassung ist nicht kosteneffizient und die Angebote sind unbequem und unterstützen nur selten den Lebensstil.

Teil 1 der Lösung
Die Eingabeparameter können von einem Scan oder einer manuellen Messung abgeleitet werden.

Teil 2 der Lösung
Das macu4 Schaftdesign ist modular einsetzbar und kann z.B. mit den Sporthänden verwendet werden.

Konstruktion – Der Schaft
Der Schaft ist für zahlreiche Arme anpassbar, er ist leicht, atmungsaktiv und intuitiv in der Anwendung.

Design – Das Fahrradmodul
Dieses Modul gibt einen sicheren Halt am Lenker, egal ob es sich um ein Fahrrad, einen Roller, einen Rasenmäher oder einen Einkaufswagen handelt. Es ermöglicht das Lenken und garantiert eine ergonomische Haltung.

Design – Das Ball-Modul
Das Ballmodul unterstützt bei verschiedenen Ballsportarten – einen Ball vom Boden aufheben, halten und werfen. Es eignet sich für Bälle von der Größe eines Tischtennisballs bis hin zu Tennisbällen.

Design – Das Schwimm-Modul
Das Schwimmmodul erleichtert es dem Benutzer, das Wasser mit dem Arm zu verdrängen, und kommt ihm bei verschiedenen Schwimmstilen zugute. Das kann zum Beispiel Freistil, Rückenschwimmen oder Brustschwimmen sein.

Benutzerfreundlichkeit
macu4 wird derzeit von 20 Nutzern getestet, die wertvolle Erkenntnisse liefern.

Markt
1,5 Mrd. USD und 20 Mio. Menschen weltweit (obere und untere Gliedmaßen).

 

Innovation Prize: Bespoke 3D Printed Soft Robots
Bio-inspired Robotics and Design Laboratory – Singapore University of Technology and Design I Washington State University I University of Colorado Denver I Pablo Valdivia y Alvarado I Narasimha Boddeti I Tien Van Truong I Vincent S. Joseph I Thileepan Stalin I Theo Calais I Shien Yang Lee I Martin L. Dunn

Materialeigenschaften und Verbundstrukturen spielen eine Schlüsselrolle bei der Anpassung der Leistung von 3D-gedruckten Funktionsgeräten wie Soft Robots. Leider begrenzen die gängigen Konstruktions- (d. h. konventionelle CAD) und Fertigungsansätze die erreichbare Komplexität und Funktionalität in diesen beiden Kategorien und behindern die Leistung von 3D-gedruckten funktionalen Geräten oder Produkten.
Dieses Projekt verfolgt einen Ansatz auf Systemebene, der ein innovatives Design und die direkte Herstellung neuartiger, weicher Verbundstrukturen ermöglicht. Der Prozess nutzt eine computergestützte Topologieoptimierung, um die erforderliche 3D-Verbundstruktur von weichen, hyperelastischen Objekten zu ermitteln.

Konstruktion
Als Anwendungsbeispiel zeigen die Abbildungen die Entwicklung eines Soft-Batoid-ähnlichen Roboters und die Entwicklung der optimalen 3D-Verbundstruktur für Flossen, die eine hohe Antriebsleistung ermöglichen.

Herstellung
Die direkte Herstellung der weichen Kompositstrukturen mit einem All-in-One-Fertigungsverfahren mit elastischen Silikonpolymeren ermöglicht eine präzise Anpassung der mechanischen Eigenschaften. Mit diesem Ansatz für die Entwicklung und Herstellung eines Unterwasserroboters, der von einem Batoiden inspiriert wurde, lassen sich erhebliche Verbesserungen der Schwimmleistung erzielen. Die Bilder zeigen den Herstellungsprozess der Flosse mittels Direct-Ink-Writting (DIW) und eingebettetem 3D-Druck und ein Detail der feinen Merkmale der 3D-Verbundstruktur der Flosse.
Die für dieses Projekt entwickelten Konstruktions- und Fertigungsansätze ergänzen sich auf neuartige Weise, um ein höheres Maß an Individualisierung und Funktionalität bei 3D-gedruckten Funktionsbauteilen auf Silikonbasis zu ermöglichen. Mit Hilfe des computergestützten Konstruktionsansatzes kann die Verteilung der Materialeigenschaften optimiert werden, um die gewünschte Körperkinematik auf einem neuen Komplexitätsniveau zu erreichen. Die erforderlichen Materialverteilungen werden in äquivalente weiche Verbundstrukturen übersetzt, und die daraus resultierende maßgeschneiderte Roboterkinematik ermöglicht eine Performance, die mit herkömmlichen Fertigungsansätzen nicht erreicht werden kann.

Ergebnisse
Ein optimierter Verbundwerkstoff-Prototyp des Roboters zeigt eine 50 % schnellere Schwimmgeschwindigkeit, sowie eine 28 % schnellere Drehgeschwindigkeit und einen 55 % kleineren Drehradius als nicht optimierte Prototypen.

 

Simulation Driven Design: Toucan Beak
Aidro – Desktop Metal Company I Tommaso Tirelli

Schwerpunkte der Idee/Problemstellung: Bio-inspiriertes Design und Herstellung
Wärmetauscher (HX) mit additiv gefertigten (AM) Mikrokanalstrukturen aus Metall, entworfen durch multidisziplinäre topologische Optimierung und Simulation mit maschinellem Lernen (AI), ermöglicht durch Hochleistungsrechner.

Ergebnisse
Hocheffiziente HX-Lösungen mit geringem Gewicht und niedrigem Kohlenstoff-Ausstoß durch einen sehr innovativen, fortschrittlichen Konstruktionsprozess. Digitale Bestandsaufnahme und verteilte Fertigung durch AM. Steigerung der Energieeffizienz bestehender Systeme ohne Änderung des Systemlayouts oder der Ersatzteile.

Ziele
Verbesserung des Wärmeaustauschs, Verringerung der Druckverluste, Gewichts- und Platzersparnis durch eine druckbare LPBF-Lösung.

Verbesserung des Wärmeaustauschs, Verringerung der Druckverluste, Gewichts- und Platzersparnis durch eine druckbare LPBF-Lösung.
HX EU Marktwert*: 1,8 Mrd. $ (2015), 4,5 Mrd. $ (2027), CAGR 12,1 % (2020-2027). Rentabilität durch Lösungen mit hohem Grad an Individualisierung und Flexibilität für High-End-Anwendungen; Erweiterung des Kerngeschäfts der Partner (*Quelle: Grand View Research, Inc)

Partnerschaften
Gefördertes R&I-Projekt (EU: 3DP Pan, FF4EuroHPC / Italienische Regierung: CIM4.0, MADE). Partner: Optimad Engineering, EOS GmbH, CINECA

Fortgeschrittene, optimierte Lösungen für additiv gefertigte, leichte und hocheffiziente Wärmetauscher

Bio-Inspiration
Der Toucan-Beak ist:

  • Leicht, aber steif, dank kontrollierter und variabler Porosität (Topologische Optimierung der Natur)
  • Integriert mehrere Funktionen, einschließlich eines steuerbaren gefäßartigen Wärmetauschers

Entwurf
Hochgradig innovativer Ansatz. Multidisziplinäre topologische Optimierung mit fortschrittlichen Simulationswerkzeugen, maschinellem Lernverfahren und dem Einsatz von Hochleistungsrechnern. Größere Oberfläche bei gleichem Volumen und kontrollierter Porosität = höhere thermische Effizienz und leichtere Lösung.

Herstellung
Laser Powder Bed Fusion ermöglicht die Herstellung komplexer Strukturen mit Mikrokanälen. Bereitschaft zur digitalen Inventarisierung und verteilten Fertigung, d. h. in der Nähe des Endverbraucherstandorts mit extrem kurzer Vorlaufzeit. Ermöglicht die Integration mehrerer Funktionen in einem einzigen Bauteil.

Variable Porosität
= Frequenzvariation des Gyroids, um die Flüssigkeiten in allen verfügbaren Volumen anzusprechen und den Wärmeaustausch zu erhöhen.

 

Newcomer Prize: Highly Functional Integrated 3D Printed Brake Caliper
ETH Zürich – Product Development Group Zurich I Aschraf Danun I Michael Wehrli I Remo Elmiger I Ole Müller I Tiago Ogris I Tom Felder I Prof. Mirko Meboldt

Im Rahmen eines studentischen Projekts der Produktentwicklungsgruppe der ETH Zürich entstand ein hochintegrierter Fahrradbremssattel für die metallische additive Fertigung. Damit sollte das Potenzial der freien funktionalen Komplexität von AM mit drei Mehrwerten demonstriert werden: Konstruktionsfreiheit für interne Flüssigkeitskanäle, die funktionale Integration von beidem, ein monolithischer nachgiebiger Membran und topologieoptimierter Leichtbau. Herkömmliche Bremssättel werden hydraulisch über Kolben betätigt. Sie bestehen aus zwei Hälften, die durch Schrauben zusammengehalten werden. Leider ist diese Konstruktion anfällig für Leckagen. Außerdem sind der Zusammenbau und das Entlüften sehr zeitaufwändig. Es ist gelungen, die Anzahl der Teile von elf auf eines zu reduzieren, indem die Kolben durch einen nachgiebigen Mechanismus ersetzt wurden: ein dünner, gewellter Membran. Dieses monolithische Design ermöglicht es, den Bremssattel als ein einziges Teil zu drucken, in dem alle Funktionalitäten integriert sind. Die Flüssigkeitskanäle wurden so optimiert, dass beim Entlüften weniger Luft eingeschlossen wird. Das Design ist skalierbar und könnte auch für Autos oder die Luft- und Raumfahrt verwendet werden. Das um 35 % leichtere Design soll den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen in einem solchen Anwendungsbereich reduzieren.

Für weitere Informationen über das hochfunktionale Bauteil aus AM sehen Sie sich bitte das Video an:
https://youtu.be/mq-pQFMKOqk

 

Public Choice Award: Delijuice
Roberto Trunfio

Die Delijuice Saftpresse wurde aus der Idee heraus geboren, Lebensmittelabfällen ein neues Leben zu schenken. Verschiedene Sektoren der Lebensmittelversorgungskette wurden analysiert und deren Probleme, Potenziale, Studien und bereits laufende Projekte ausgewertet.
Der Zitrusfruchtsektor wurde aufgrund seines Potenzials und der Fähigkeit, etwas aus Abfällen zu schaffen, unter Verwendung der 3D-Drucktechnologie als die beste Lösung ausgewählt.
Bei dem Projekt handelt es sich um eine Saftpresse, die aus Zitrusfruchtabfällen hergestellt und zu Filamenten für den 3D-Druck verarbeitet wird. Dies könnte das erste Produkt einer Reihe ähnlicher Gegenstände sein.
Das Projekt Delijuice möchte in die Lieferkette einsteigen und neue Verbindungen schaffen, in der Hoffnung, die Aufmerksamkeit für Lebensmittelabfälle zu wecken und zu fördern. Das Modell der Kreislaufwirtschaft von delijuice geht von den Abfällen aus, die in den vier Hauptphasen der Versorgungskette anfallen, und verspricht, Produkte zu entwickeln, die nicht nur für die Phase des Endverbrauchs bestimmt sind, sondern auch für die Sammlung, den Transport und die Verpackung für den Verkauf geeignet sind. Darüber hinaus wird das Projekt durch praktische Nutzererfahrungen in der Anwendung und im Forschungsbereich in die Praxis umgesetzt.

Farbpalette der Zitrusfrüchte
Die Farbpalette ist von der Welt der Zitrusfrüchte inspiriert, vom hellen und dunklen Grün, das für die Blätter und Limetten typisch ist, über die Schattierungen von Gelb, Orange, Rosa, Zitronenrot, Orange, Grapefruit, Blutorange bis hin zum klassischen Schwarz und Weiß.

 

Weitere Informationen unter purmundus-challenge.com und formnext.de

 

Über die purmundus challenge
Bereits seit 2012 lädt purmundus challenge Designer, Ingenieure und Programmierer dazu ein, neue Wege im Produktdesign zu gehen. Der internationale Wettbewerb richtet sich an kreative Köpfe, die sich den Chancen des 3D-Drucks stellen wollen. Vom Konzept bis hin zum fertigen Produkt sind Einreichungen möglich. Die Finalisten werden jedes Jahr auf einer Fachmesse ausgestellt, von einer ausgesuchten, internationalen Jury bewertet und anschließend im festlichen Rahmen prämiert.

Über die cirp GmbH
purmundus challenge ist eine Marke der cirp GmbH. Die cirp GmbH produziert seit 1994 Prototypen und Kleinserien aus Kunststoff mit additiven Fertigungsverfahren wie Stereolithographie, Lasersintern oder Polyjet. Die cirp GmbH arbeitet dabei für viele Industriezweige mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Automobilindustrie. Als Partner in Verbundforschungsprojekten engagiert sich die cirp GmbH zudem, die Möglichkeiten und Grenzen der additiven Fertigung kontinuierlich zu verschieben und zu erweitern.

Über die Formnext
Die Formnext ist die Leitmesse für Additive Manufacturing und die nächste Generation intelligenter industrieller Fertigungs- und Herstellungsverfahren. Sie fokussiert vom Design über die Herstellung bis zur Serie die effiziente Realisierung von Produktideen. Die parallel zur Messe stattfindende Konferenz widmet sich den aktuellsten Trends und Fragestellungen beim Additive Manufacturing und deren sinnvolle Einbindung in die Prozessketten industrieller Produktionsverfahren. Veranstalter der Formnext ist die Mesago Messe Frankfurt GmbH.

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