Home 3D-Scanner 3D-Scans und 3D-Druck: Gesichtsrequisiten für Comedy-Darsteller von Saturday Night Live

3D-Scans und 3D-Druck: Gesichtsrequisiten für Comedy-Darsteller von Saturday Night Live

Der Scanner-Spezialist Artec 3D unterstützt die Maskenbildner der US-amerikanischen Comedy-Show Saturday Night Live dabei, passgenaue Abbildungen der Moderatoren und Gäste zu erstellen. Damit können detailgetreue Gesichtsrequisiten innerhalb kürzester Zeit unkompliziert erstellt werden – trotz geltender Abstandsregelungen durch die Covid-19-Pandemie.

Louie Zakarian ist der langjährige Maskenbildner der amerikanischen Comedy-Show Saturday Night Live (SNL) des TV-Senders NBC. In seiner Rolle bereitet er regelmäßig die Schauspieler und Moderatoren für die charakteristischen Comedy-Sketche vor: angefangen beim Make-up in der Maske über das Haarstyling und den Requisiten bis hin zu den Kostümen. Angesichts der großen Anzahl an Darstellern und der Vielzahl ihrer wechselnden Charaktere ist häufig eine tagesaktuelle Körperabformung erforderlich. Insbesondere zu Zeiten pandemisch bedingter Kontaktbeschränkungen ist dieser ohnehin schon zeitintensive Prozess noch umständlicher geworden. Die Veränderungen der jüngsten Zeit haben den Emmy-preisgekrönten Maskenbildner Zakarian vor Herausforderungen gestellt und neue Lösungen erforderlich gemacht. Die Antwort lag in der 3D-Scan-Lösungen von Artec 3D.

Einsatz von 3D-Scantechnologie für die Erstellung maßgeschneiderter Requisiten

Anstelle eines traditionellen Körperabdrucks, der immense zeitliche und personelle Ressourcen in Anspruch nimmt, ist das 3D-Scannen getreten. Damit kann jedes Detail eines Darstellers innerhalb weniger als zehn Minuten erfasst werden. In Zusammenarbeit mit dem Artec-Markenbotschafter TriMech konnte eine optimale Lösung gefunden werden. „Da Covid-19 ein Dauerthema ist, habe ich versucht, einen Weg zu finden, Corona-konform und gleichzeitig effizient zu arbeiten”, kommentiert Louie Zakarian. „Mithilfe des 3D-Scanners Artec Space Spider von Artec 3D ist es mir möglich, innerhalb weniger Minuten jedes noch so winzige Detail des Gesichts eines Schauspielers zu erfassen – und das ganz ohne Körperkontakt.“

Josh Watte, TriMech-Manager, berichtet: „Mein erster Gedanke war: Saturday Night Live – wozu könnte eine Comedy-Show wohl einen 3D-Scanner benötigen?“. Doch nach einem ersten Gespräch stellte sich schnell heraus, dass genau dies einen optimalen Lösungsansatz darstellte, um die Arbeitsabläufe von Louie Zakarian so effizient und kontaktlos wie möglich zu gestalten. Der erforderliche Detailgrad, um aufwendiges Make-up und Prothesen für die SNL-Sketche zu planen, sowie die feine Auflösung machten den dreidimensionalen Scanner Artec Space Spider zur idealen Wahl.

Der hochleistungsfähige 3D-Scanner, der für den Einsatz auf der Internationalen Raumstation ISS entwickelt wurde, liefert eine hohe Auflösung, realistische Farben und eignet sich ideal für das präzise Scannen kleiner sowie großer Objekte mit komplizierten Oberflächendetails. Der Scanner wurde speziell für die optimale Erfassung schwieriger Winkel und komplexer Geometrien entwickelt.

Schnelles und unkompliziertes Scanverfahren

Eine der SNL-Figuren ist der US-amerikanische Präsident Joe Biden, gespielt von Comedy-Superstar Jim Carrey. Dieser war die erste zu scannende Person. Der Anwendungsingenieur Brian Metzger erinnert sich an die ersten Trainingseinheiten mit Louie Zakarian, der sehr nervös war, ausgerechnet einen international angesehenen Schauspieler als erste Person in 3D zu scannen.

Doch der gesamte Prozess lief reibungslos und unkompliziert ab: „Anstatt einen traditionellen Körperabdruck von Jim Carrey anzufertigen, erstellte ich einen 3D-Scan mit dem handgeführten Scanner Artec Space Spider, druckte den Abdruck seiner Nase und fertigte dann eine Prothese für ihn als Joe Biden an.“

Das neue Verfahren ist auch für die Darsteller eine erhebliche Erleichterung, denn die herkömmlichen Körperabdrücke waren ein aufwändiger Prozess, bei dem das Abformen, Gießen und Stillhalten der betreffenden Person über einen Zeitraum von mehreren Stunden erforderlich waren. Durch die gewonnene Zeit sind auch kurzfristige Retakes möglich, sodass mit der Erstellung von Prothesen unmittelbar begonnen werden kann.

Nach dem Scannen ist der 3D-Druck der nächste Schritt, für den Zakarian einen Harzdrucker verwendet. Um einen kompletten Körperabdruck zu finalisieren, werden etwa siebzehn Stunden benötigt. Der Druck kleinerer Körperteile ist weniger zeitintensiv und bedarf nur circa sieben Stunden. Trotz dieses nicht unerheblichen Zeitaufwands überwiegen die Vorteile des neuen Verfahrens: Sowohl die Versiegelung als auch die Erstellung eines Gips-Positivs entfallen und insbesondere der minimale Kontakt ist unter nach wie vor restriktiven Zeiten von absolutem Mehrwert. Darüber hinaus gestaltet sich die Lagerung wesentlich platzsparender: Statt die unzähligen Prothesen in einem separaten Raum zu lagern, genügt nun eine Festplatte mit den gespeicherten Scans. Damit stehen diese jederzeit zur weiteren Be- und Verarbeitung zur Verfügung.

Während das 3D-Scannen auf der Bühne und hinter den Kulissen bei einigen der größten amerikanischen Unternehmen nun vollends Einzug gehalten hat, sind die zahlreichen Möglichkeiten dieser hochmodernen Technologie noch lange nicht ausgeschöpft.

Der Artikel basiert auf einer Pressemeldung von Artec 3D.

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