Home Anwendungen Miele und BASF-Start-Up starten Partnerschaft für exklusiv 3D-gedruckte Zubehörteile

Miele und BASF-Start-Up starten Partnerschaft für exklusiv 3D-gedruckte Zubehörteile

Replique, Mannheimer Venture des Geschäftsinkubators der BASF (Chemovator), gibt die Partnerschaft mit dem deutschen Hausgerätehersteller Miele bekannt.

Replique erhält das Exklusivrecht, hochwertige 3D-gedruckte Zubehörteile von Miele über sein dezentrales Produktionsnetzwerk zu produzieren und an die Miele-Kunden zu versenden. Miele nutzt die 3D-Druck-Plattform von Replique zur Markteinführung neuer Produkte. Durch die digitale Lagerung und kundennahe Produktion auf Abruf kann der Hausgerätehersteller neue Produkte flexibel, schnell und kosteneffizient bereits ab Losgröße eins seinen Kunden anbieten. Miele profitiert mit der End-to-End-Lösung von Replique von einer einfachen Prozessintegration durch Anbindung bestehender Bestell- und E-Commerce-Lösungen, automatischer Bestellabwicklung und Expertenwissen bezüglich industriellem 3D-Druck auf höchstem Niveau.

3D-gedruckten Zubehörteile

Im Mai 2020 startete Miele mit dem Projekt 3D4U, um Kunden kostenlose Designs von 3D-druckbaren Zubehörteilen zur Verfügung zu stellen. Aufgrund der steigenden Nachfrage entstand die Idee, diese Produkte Kunden anzubieten, die keinen eigenen 3D-Drucker besitzen.

Mit Replique wird diese Idee nun zu einem skalierbaren Geschäftsmodell. Die Zubehörteile müssen nicht mehr in großen Mengen in einem physischen Warenlager aufbewahrt werden. Stattdessen sind die Designs auf der 3D-Druck-Plattform in einem digitalen Warenlager gespeichert und werden auf Kundenbestellung mittels 3D-Druck-Technologien produziert.

Beginnend mit drei Zubehörteilen auf dem Miele Online-Shop – dem Kaffeebeutel-Verschlussclip, sowie dem Bohrlochreiniger und Wertteilabscheider als Staubsaugeraufsätze – kann der Hausgerätehersteller sein Produktportfolio flexibel erweitern.

Zertifizierung der 3D-Druck-Prozesse

Replique zertifiziert die Druckprozesse nach Vorgabe von Miele, sodass die Zubehörteile alle Qualitätsstandards erfüllen. Durch die digitale Überwachung der Prozesse kann eine gleichbleibende Qualität garantiert werden. Der Kaffeebeutel-Clip ist darüber hinaus durch den Herstellungsprozess nach GMP für den Lebensmittelkontakt zertifiziert.

„Prozesse im 3D-Druck zu zertifizieren ist ein sehr komplexes Thema, das im Bereich der Lebensmittelzulassung kaum betrachtet wurde. In Zusammenarbeit mit unserem Partner Forward AM sind wir die erste 3D-Druck-Plattform, die 3D-Druckprozesse nach GMP (Good Manufacturing Process) implementieren und somit hohe Prozesssicherheit garantieren kann“, sagt Dr. Max Siebert, Co-Founder von Replique.

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