GE Additive kündigt mit „ATLAS“ bislang größten laserbasierten Metall-3D-Drucker an

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Die 3D-Druck Sparte des US-amerikanischen Konzerns General Electric kündigt für Ende des Jahres einen Metall-3D-Drucker mit pulverbettbasierter Lasertechnologie an. Die erste Version des Gerätes mit dem Namen „ATLAS“ soll erstmals auf der Formnext Messe im November präsentiert werden. Dies hat GE Additive auf der Pariser Luftfahrtschau bekannt gegeben. 

Der 3D-Drucker mit einem Bauraum von rund 1 x 1 x 1 m ist speziell auf die Luftfahrtindustrie ausgerichtet und soll große Strukturkomponenten für Triebwerke als auch Teile für Singe-Aisle-Flugzeuge fertigen. Laut GE Additive Vice President und General Manager, Mohammad Ehteshami, kann das System aber auch von Fertigungsunternehmen in der Automobilindustrie, dem Energie-, Öl- und Gassektor eingesetzt werden.

Das GE Team hat ATLAS über die vergangenen zwei Jahre entwickelt und einige Proof-of-Concept-Geräte gebaut. Das Unternehmen stütze sich dabei sowohl auf seine eigenen Technologien als auch das Know-How des Herstellers Concept Laser, dessen mehrheitliche Anteile GE 2016 gekauft hat. Das derzeit größte pulverbasierte Lasersystem zum 3D-Druck von Metallkomponenten von Concept Laser verfügt über einen Bauraum von 800 x 400 x 500 mm.

GE laser scan - GE Additive kündigt mit "ATLAS" bislang größten laserbasierten Metall-3D-Drucker anDer Aufbau des GE Additive Druckers soll je nach Kundenanforderung individuell gestaltet werden können. Auflösung und Druckgeschwindigkeit des laserbasierten Geräts für Metallpulver sind laut eigenen Angaben vergleichbar oder besser als bei derzeit verfügbaren 3D-Druckern. Zudem können mit ATLAS mehrere Materialien verarbeitet werden, darunter reaktive und nicht-reaktive Werkstoffe wie Aluminium und Titan.

„Kunden mit denen wir zusammenarbeiten werden eine Beta-Version des 3D-Druckers bis zum Jahresende erhalten,“ erklärt Ehteshami. „Die fertige Version für die Produktion (bislang ohne Namen) wird nächstes Jahr auf den Markt kommen.“

GE Additive will die ersten Maschinen bereits Ende 2018 ausliefern.

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