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3MF Consortium – Ein neuer Standard für 3D-Druckdaten – Update: Ultimaker tritt Consortium bei

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Microsoft, Hewlett-Packard, Dassault Systèmes, Autodesk, FIT/netfabb, Shapeways und SLM Solutions veröffentlichen neues Dateiformat für 3D-Druck.

04.Mai 2015 – 3D-Druck liegt voll im Trend und wird nicht nur im Privatbereich, sondern besonders auch für die Industrie immer wichtiger.

Sieben namhafte Firmen haben nun die Gründung eines Konsortiums zur Schaffung eines neuen Standards für 3D-Druckdaten bekannt gegeben. Es handelt sich um eine Kooperation von vier der weltgrößten IT-Anbieter mit drei führenden Technologiefirmen im 3D-Druck-Bereich, die Branchenriesen Microsoft, Hewlett-Packard, Dassault Systèmes und Autodesk arbeiten Hand in Hand mit den 3D-Druck-Spezialisten FIT/netfabb, Shapeways und SLM Solutions zusammen.

Der neue Standard ist eine vollständige Überarbeitung des bereits existierenden 3MF-Standards und wird vom genannten Konsortium unter einer Open-Source-Lizenz kostenlos zur Verfügung gestellt.

Computersysteme mussten bisher eine Vielzahl von Formaten zur Übergabe von 3D-Modelldaten an 3D-Drucker für Konsumenten sowie an Maschinen für die additive Fertigung unterstützen.

Trotz der vielen Formate bietet keines, auch nicht das am häufigsten verwendete Dateiformat .STL, eine tragfähige Lösung für die Verar- beitung wichtiger Informationen zu Farbe und Materialeinstellungen sowie für das Verwalten größerer Fertigungsaufträge unter Windows.

Daher ist die Forderung nach einer Standardisierung des Dateninputs unter Ausnutzung der neuen technischen Möglichkeiten, vergleichbar dem PDF-Format für den Papierdruck, immer lauter geworden.
Die Mitglieder des neuen Konsortiums haben ihr Expertenwissen aus dem Hardware- und Softwarebereich in den neuen Standard 3MF eingebracht.

Ein einheitliches Datenformat für druckbare 3D-Modelle
Der weiterhin unter dem Kürzel „3MF“ für „3D Manufacturing Format“ firmierende Standard wird künftig in der additiven Fertigung die Arbeit von Produktdesignern, Entwicklungsingenieuren, Maschinen- und Softwareherstellern und produzierenden Unternehmen erleichtern.

Das XML-basierte Format ist standardmäßig in Windows 10 enthalten und bedeutet eine enorme Verbesserung für den Datenaustausch bei der additiven Fertigung, wie der industrielle 3D-Druck eigentlich heißt. Der zusätzliche Arbeitsaufwand und die Konvertierungsfehler aus der bisher oft notwendigen Datenumwandlung entfallen.

Das neue Datenformat ist ab sofort auf der Konsortiumswebsite für alle Anwender einsehbar.
Für Entwickler stehen dort verschiedene von Microsoft und netfabb programmierte Tools zur freien und einfachen Anwendung des Standards zur Verfügung.

Der Download über Github ist kostenlos.

netfabb ist der Spezialist für 3D-Software weltweit
Bereits im Vorfeld hat Microsoft die netfabb GmbH letztes Jahr mit der Programmierung wesentlicher 3D-Druck-Features für Windows beauf- tragt. netfabb ist ein Unternehmen der FIT-Gruppe, einem führenden Anbieter von additiver Fertigung, und hat sich seit seiner Gründung im Jahr 2009 zum weltweit kompetenten Softwarepartner für den 3D-Druck entwickelt.

Referenzkunden seiner Spezialsoftware für den industriellen 3D-Druck sind neben Microsoft u.a. ExOne und Shapeways. „Dass das Know-how unseres jungen Teams nun in die Gestaltung des neuen 3MF-Standards einfließen konnte, ist uns ein enormer Ansporn, die Möglichkeiten un- serer 3D-Drucksoftware noch weiter voranzutreiben“, erklärt Alexander Oster, CEO von netfabb und Chairman der „Technology Working Group“ des 3MF-Konsortiums.

32.900 Teile in einem einzigen Fertigungsdurchgang
Das vor allem aus Entwicklern bestehende, 20-köpfige Team aus dem bayerischen Lupburg ist auf Software für industrielle Anwendungen spezialisiert. netfabb-Software kommt direkt in den Fertigungs- prozessen der FIT-Gruppe zum Einsatz und profitiert daher von Praxis- nähe und technologischem Fortschritt.

„Durch diese gewachsene Firmenstruktur haben wir immer den Finger am Puls der Zeit, was die additiven Fertigungstechnologien und zugleich das konkrete Ingenieursknow-how angeht“, beschreibt Oster den entscheidenden Wettbewerbsvorteil der netfabb GmbH. „Mit einem Kunden konnten wir vor kurzem mit unserer netfabb- Software erstmals 32.900 Bauteile zur Fertigung in einer additiven Fertigungsmaschine in einem einzigen Durchgang platzieren.“

Die Entwicklung der netfabb-Software schreitet kontinuierlich voran. Noch diesen Monat bringt netfabb die neue Version 6.0 seines Desktop-Software netfabb Professional heraus, mit besonderem Fokus auf dem industriellen Einsatz.

1.Juli 2015 – Update: Stratasys, 3D Systems, Siemens und Materialise unterstützen 3MF

Heute wurde verkündet, dass es ein paar neue Teilnehmer bei dem Konsortium rund um das Dateiformat 3MF gibt. Eingestiegen sind ein paar der 3D Druck Giganten, die den meisten vielleicht abgegangen sind. Stratasys, Siemens PLM Software, Materialise und 3D Systems, dessen Gründer der Erfinder des oft verwendeten STL Dateiformats ist, sind ab sofort Teil des 3MF Consortiums.

“The addition of 3D Systems, Materialise, Siemens PLM Software and Stratasys to our membership ranks further demonstrates the significant industry momentum behind the adoption of 3MF,” said Adrian Lannin, 3MF Consortium executive director. “By participating in the 3MF Consortium, our new members will ensure that their customers get all the advanced capabilities and productivity benefits of the 3MF specification. We welcome them and look forward to their contributions.”

Chuck Hull, Chief Technology Officer und Gründer bei 3D Systems:

3dsystems-logo“Our partnership with Microsoft and the interoperability of the 3MF format will help our customers harness all the key features of our 3D printers from the Windows platform. As the inventors of 3D printing and the widely used STL file format, we’re pleased to join the 3MF Consortium and bring our expertise to help shape the future of interoperability and print integration.”

Stefaan Motte, Director 3D Printing Software Segment bei Materialise:

MaterialiseStar_RGB1.png“For 25 years, Materialise has been dedicated to improving the connection between meaningful applications of 3D printing and the printers themselves through our neutral software platform, helping users to turn their ideas into successfully printable parts. Today, we are proud to join the 3MF consortium and contribute to a new file format that promises to further improve the transfer of data to an even wider variety of machines, thereby enabling the next 25 years of value-added applications.”

Paul Sicking, Senior Vice President, Chief Technology Office, Siemens PLM Software:

“Siemens PLM software is committed to advancing the support of Additive Manufacturing within industry. We are excited to support the definition of the 3MF format and look forward to contributing to the 3MF Consortium as a core team member.”

Dan Yalon, Executive Vice President, Business Development, Marketing & Vertical Solutions, Stratasys:

stratasys-logo“Stratasys is dedicated to developing new paradigms in design and manufacturing with its best-of-class 3D printing solutions. To further accelerate the adoption of 3D printing, it needs to become more accessible. This is why Stratasys is pleased to be joining the 3MF Consortium at this time and contributing to its mission to enable a simplified, more intuitive 3D printing user experience.”

 

11.12.2015: Update – Ultimaker tritt dem 3MF Consortium bei

Mit Ultimaker tritt nun das 12. Unternehmen dem 3MF Consortium bei und wird das neue Dateiformat mit der nächsten Version seiner Cura Software unterstützen.

ultimaker_logo“Ultimaker strives to evolve 3D printing into a capable, versatile and accessible production technology,” said Siert Wijnia, CTO and founder of Ultimaker. “For this fast-growing industry to create meaningful progress, we need a more modern, future-proof and free format that is still easy to implement.”

“Ultimaker’s vision — to make 3D printing accessible to all — is one we share at the 3MF Consortium,” said Adrian Lannin, 3MF Consortium executive director. “We’re pleased to welcome Ultimaker and know that its award-winning innovation and experience serving both professionals and novices will help strengthen the 3MF specification and its global adoption.”

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