Home Forschung & Bildung Wissenschaftler verglichen 3D-gedruckte Masken mit N95-Masken in einer Studie

Wissenschaftler verglichen 3D-gedruckte Masken mit N95-Masken in einer Studie

Zu Beginn der Corona-Pandemie gab es international Engpässe an Gesichtsmasken. Aus diesem rund wurden überall nach Alternativen gesucht. Einer dieser war der 3D-Druck. So gab es mehrere Designs für 3D-gedruckte Gesichtsmasken. Auch wir haben einige Modelle vorgestellt.

Verlässliche Informationen zur Wirksamkeit der Masken gab es bisher aber nicht. Jetzt haben Wissenschaftler eine Arbeit veröffentlicht, in der gedruckte Masken mit N95-Masken vergleichen werden. Die Studie mit dem Titel „Face Off: 3D Printed Masks as a Cost-Effective and Reusable Alternative to N95 Respirators: A Feasibility Study“ ist online verfügbar. Die Forscher verglichen handelsübliche N95-Gesichtsmasken mit drei beliebten Modellen für 3D-gedruckte Masken.

Das Team führten standardisierte Dichtsitzprüfungen fest. Hierbei wurden die gedruckten Masken an die Gesichtsform der Testpersonen angepasst. Eine der 3D-gedruckten Atemschutzmasken, die Low Poly Covid-19-Gesichtsmaske, erreichte in jedem Versuch einen Passformfaktor von über 100, was gemäß dem Test eine ausreichende Passform bedeutet. Die N95-Maske erreichte in 60 % der Versuche einen ausreichenden Passformfaktor. Die anderen Masken lieferten keine zuverlässige Passform.

Die Wissenschaftler kommen in ihrer Arbeit zum Schluss, dass 3D-gedruckte Atemschutzmasken eine mögliche Alternative zu N95-Masken zum Schutz vor Atemwegserregern wie SARS-CoV-2 sein können. Manche 3D-gedruckte Masken sind in der Passform vergleichbar mit N95-Masken. Dabei ist jedoch zu bedenken, dass die Masken jeweils an die Nutzer angepasst wurden und nur ein Modell eine ausreichende Passform boten. Ebenfalls müssen in die 3D-gedruckten Masken noch Filter eingelegt werden.

Die Wissenschaftler Sascha Hartig und Sven Duda kamen in der Arbeit „Potential risks of a widespread use of 3D printing for the manufacturing of face masks during the severe acute respiratory syndrome coronavirus 2 pandemic“ zum Schluss, dass von 3D-gedruckten Masken eine Gefahr ausgehen kann und sie daher für die meisten Nutzer keine brauchbare Alternative zu N95-Gesichtsmasken darstellen.

Mittlerweile ist es auch so, dass es keinen Engpass mehr an N95 oder FFP2-Masken gibt und somit der Bedarf an 3D-gedruckten Masken entfällt. Hochwertige Masken können in Supermärkten, Drogerien oder Online-Shops zu einem Preis von ca. 50 Cent gekauft werden. Diese erfüllen im Normalfall die benötigten Standards.

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