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3D-gedruckter Sensor zur Erkennung von Glyphosat

Ingenieure der Washington State University (WSU) und der Firma DL ADV-Tech haben mit Hilfe des 3D-Drucks ein Mittel zum Nachweis der Belastung durch das potenziell krebserregende Herbizid Glyphosat entwickelt.

Glyphosat ist das meistverkaufte Unkrautvernichtungsmittel der Welt und ein sogenanntes „Totalherbizid“. Das Mittel ist umstritten und es gibt Initiativen, welche die Verwendung verbieten wollen.

Angesichts der potenziellen Risiken, die mit der Glyphosat-Exposition verbunden sind, wollte das WSU-Team im Rahmen eines von den National Institutes of Health unterstützten Projekts die Konzentration von Glyphosat in bestimmten Lebensmitteln messen. Insbesondere suchten die Ingenieure nach einer Methode für chemische Tests, die keine teuren Spektrometer oder biologische Antikörper erfordert, die sorgfältig gelagert werden müssen, um eine Zersetzung zu verhindern.

Zu diesem Zweck konstruierten die Forscher ein Testkit, das aus mit winzigen Löchern versehenen Polymer-Nanoröhrchen besteht, die in der Lage sind, Glyphosatmoleküle auf eine Weise zu binden, die biologische Antikörper nachahmt. Um diese Nanostrukturen mit einer Sensorfunktionalität auszustatten, wurden sie anschließend mit gedruckten Sensoren überzogen, die mit Hilfe elektrischer Ströme Glyphosat messen.

Tests mit den Geräten zeigten, dass die Sensoren in der Lage war, das Herbizid mit hoher Empfindlichkeit und Spezifität zu identifizieren.

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David ist Redakteur bei 3Druck.com.