Home Forschung & Bildung Copper3D: Antimikrobielles Filament gegen HIV-Übertragung durch das Stillen

Copper3D: Antimikrobielles Filament gegen HIV-Übertragung durch das Stillen

Das in Chile und den USA ansässige 3D-Druck-Startup Copper3D verwendet Kupferpartikel in seinen Polymeren wie PLA und TPU um Filament mit antimikrobielle Eigenschaften zu produzieren. Dadurch ist es möglich antibakterielle Teile zu 3D-drucken. In einem neuen Projekt soll damit die Übertragung von HIV bekämpft werden.

Die Bekämpfung gefährlicher Viren und Bakterien mit hohen Replikationsraten ist eine globale Herausforderung, bei der viele Wissenschaftler und Unternehmen auf der ganzen Welt innovative Lösungen mit den neuesten verfügbaren Technologien entwickeln. Hierzu gehört auch Copper3D mit seinem innovativen Filament. Copper3D hat mit seiner Kupfer-Nanotechnologie ein 3D-gedrucktes Gerät entwickelt, mit dem das HI-Virus unter den richtigen Bedingungen an bestimmten Objekten effektiv inaktiviert werden kann.

Das Copper3D-Team, Gründer Andrés Acuña (CEO), Daniel Martínez (Director of Innovation) und Claudio Soto MD (Medical Director), arbeiten schon seit mehreren Monaten an dem Projekt „Viral Inactivation System for a Breastmilk Shield to Prevent Mother-to-Child Transmission of HIV“. Mit dem im März 2019 eingereichten Patent will das Team die Mutter-Kind-Übertragung von HIV beim Stillen bekämpfen.

Zuerst wurde die Wirksamkeit der Virusinaktivierung des firmeneigenen PLACTIVE-Materials mit Proben von HIV-infizierter Muttermilch getestet. Danach entwarf das Team ein Objekt, das die „Virusinaktivierung von HIV“ in der Milch als Schnittstelle zwischen Mutter und Kind während des Stillens verbessert.

Das Startup gab eine Proof-of-Concept-Laborstudie im Virologielabor des Krankenhauses Clínico Universidad de Chile in Auftrag, um die potenzielle HIV-Virusinaktivierungskapazität von PLACTIVE zu validieren. Die Studie verwendete ein Split-Sample-Protokoll, um 20 Unterproben von HIV-1 zu testen und zu behandeln.

Die vorläufigen Ergebnisse zeigten eine Reduzierung der Virusvermehrung um bis zu 58,6% durch einfache Aussetzung der Proben auf die 3D-gedruckten Schachteln mit Kupfernanopartikeln. Fünfzehn Sekunden Exposition reichten aus, um eine solche Reduktion zu erreichen. Diese Daten lassen den Schluss zu, dass eine Vergrößerung der Kontaktfläche um den Faktor 10X die Inaktivierungsrate auf knapp 100% erhöhen kann.

Derzeit finden noch weitere Tests und Forschungsarbeiten statt um das Gerät weiterzuentwickeln.

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