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Forscher testen neue Bioprint Methode für Knochen an Hündin Eva

Eine neue Methode der Univärsität Glasgow zur Züchtung von 3D-Druck Knochen wurde an der Hündin Eva getestet. Von dieser revolutionären Technik könnten in Zukunft auch Menschen profitieren.

Im vergangenen Dezember erhielt die Universität von Glasgow £ 2,8 Millionen von der Wohltätigkeitsorganisation Find a Better Way, um ihre Forschungen auf die Entwicklung von Hilfsmitteln für Überlebende von Landminen-Unfällen zu konzentrieren.

Mit dieser Finanzierung entwickelte die Universität eine Methode um 3D-Druck Knochen herzustellen, wobei ein Plastikgerüst mit Stammzellen und dem Wachstumsfaktor BMP-2 beschichtet wird. Danach wird das Gerüst in einen „Nanokick“ Bioreaktor gelegt, welcher es mit einer Geschwindigkeit schüttelt, die das Knochenwachstum stimuliert.

Die neue Entwicklung war bereit zur Testung, doch während sie für den menschlichen Gebrauch noch länger nicht anwendbar sein wird, bekamen die Forscher der Glasgow Universität die Chance, einem tierischen Patienten damit zu helfen.

Der zweijährige Münsterländer Eva wurde von einem Auto getroffen, wobei ihr rechtes Vorderbein schwer verletzt wurde und eine 2cm Lücke im Knochen entstand. Die Hündin wurde in die Veterinärklinik der Glasgow University gebracht, wo der behandelnde Tierarzt William Marshall mit den Methoden des Bioprintings vertraut war, welche die Professoren Matt Dalby und Manuel Salmeron-Sanchez der Glasgow University entwickelten.

Marshall entschloss sich dazu, eine modifizierte Version der Technik auf Evas Bein anzuwenden. Eine Mischung von Knochenspänen mit BMP-2 und Poly (ethylacrylat) oder PEA wurde in die Lücke des Hundebeins gelegt. Sieben Wochen später war der Knochen bereits nachgewachsen.

„Das ist eine spannende Entwicklung“, sagte Professor Salmeron-Sanchez. „Während der Forschung und Entwicklung hat sich die Verwendung von PEA und BMP-2, um neues Knochengewebe zu züchten, als sehr vielversprechend erwiesen, aber ich hatte nicht erwartet, dass die Behandlung verwendet wird, um einem Patienten für mehrere Jahre zu helfen. Wir freuen uns über die Chance, Evas Bein vor der Amputation zu retten. Wenn ich ehrlich bin, waren wir nicht ganz sicher, dass die Behandlung in solch einer komplexen infizierten Fraktur funktionieren würde. Es war eine sehr lohnende Erfahrung für alle Beteiligten. „

Nanokick-Bioreaktor

Die revolutionäre Technik könnte in Zukunft tatsächlich Landminen Opfern helfen. Wir werden die Entwicklung mit Spannung verfolgen.

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